30 Jahre Mauerfall – Auf die Menschen kommt es an (Blogparade)

Zeulenroda TalsperreIch muss gestehen: Ich bin zunehmend genervt. Vielleicht geht es euch ähnlich. Wenn über „den Osten“ gesprochen wird, höre oder lese ich überwiegend eher Negatives. Alternativ ziemlich flache Witze.
Was Wirtschaft und auch Politik betrifft, mag die negative Tendenz ja zutreffen und natürlich muss darüber gesprochen werden – obwohl es da sicherlich ebenfalls etliche positive Beispiele gibt, die einfach untergehen. Aber ich weigere mich, daran zu glauben, dass es sich hinsichtlich des Negativen bei den Menschen ebenso verhält!

Als ich knapp 15 Jahre nach dem Mauerfall in meinem Freundeskreis verkündete, dass ich „in den Osten rübermache“, waren die Reaktionen fast ausschließlich negativ. Kaum jemand konnte nachvollziehen, dass ich wegen eines Jobs „DAHIN?!“ ziehen wollte. Die Menschen seien komisch, die Städte hässlich, alles irgendwie piefig et cetera et cetera. Übrigens erlebte ich Jahre später nach meiner Entscheidung, nach Bochum zu ziehen, Ähnliches in Thüringen. Meine Kolleginnen waren entsetzt, wie ich ins hässliche und graue Ruhrgebiet ziehen konnte. Kurz angemerkt: Dort ist es (fast) überall grün und die Menschen haben ihr Herz ebenfalls am rechten Fleck. Aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht sollten wir alle einfach häufiger innerhalb Deutschlands reisen.
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Rice and Bread – Düsseldorfer Supper Club mit Essen aus Singapur

Jeder der mich kennt weiß, dass ich eine große Schwäche habe: gutes Essen. Um noch etwas konkreter zu werden: asiatisches Essen. Das ist eigentlich per se gut – finde ich zumindest. Allerdings oft nur in Asien oder in Düsseldorf, da aber wiederum nur in den richtigen Läden.

Leider gibt es auch im mit asiatischen Restaurants reich gesegneten Düsseldorf nicht jedes Essen, auf das ich ab und zu Appetit habe (ja, ich weiß, dass ich in dieser Beziehung sehr verwöhnt bin). Umso erfreuter war ich, als ich vor einigen Monaten entdeckte, dass es in Düsseldorf einen Supper Club mit singapurischem Essen gibt. Das mag ich persönlich vor allem deshalb sehr, weil Singapur ein lukullischer Schmelztiegel ist und sich das Beste aus allen Küchen Asiens rausgepickt hat. Weiterlesen

Zwischen Hofgarten und Kö-Bogen II: Baustellen-Führung im Schauspielhaus Düsseldorf

Noch ist das Düsseldorfer Schauspielhaus gar keine richtige Baustelle, sondern nur von einer solchen umgeben – wenn auch mit dem künftigen Kö-Bogen 2 von einer ziemlich ordentlichen Baustelle. Das soll sich in den kommenden Monaten zwar ändern, dennoch heißt die Führung durch den Kulturtempel der Landeshauptstadt vermutlich auch aufgrund der direkten Umgebung bereits jetzt „Baustellenführung“.
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Nachtisch für den Raclette-Abend

fullsizerender.jpgDie Tage werden kürzer, gefühlt ist es oft den ganzen Tag dunkel und die Temperaturen sinken immer weiter. Erst einmal ist das kein Grund zur Freude. Allerdings wird es während der kalten Jahreszeit etwas gemütlicher als sonst – jedenfalls empfinde ich es so. Und dieses Gefühl zelebriere ich gerne ausgiebig. Schließlich muss man das Beste aus der aktuellen Jahreszeit machen. Etwa bei einem geselligen Raclette-Abend mit Freunden wie an diesem Wochenende. Ihr kennt das sicher: Nach etlichen Runden sind die Schälchen leer und die Bäuche voll. Aber irgendwie fehlt da noch etwas. Ich habe spontan einen einfachen Nachtisch entwickelt, der sehr gut ankam. Daher möchte ich ihn mit euch teilen. Vielleicht werdet ihr an eurem nächsten Raclette-Abend ja auch Fans.
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Andreas Quartier – Umstrittenes Bauprojekt in Düsseldorf

FullSizeRender_3Seit fast fünf Jahren wohne ich in Düsseldorf. Fast ebenso lange wird an dem Gebäude-Komplex zwischen Ratinger und Mühlenstraße in der Altstadt gebaut. Düsseldorfer werden wissen, wie umstritten das Bauprojekt ist: Schließlich liegt das Grundstück mitten in der Altstadt, und die Ratinger Straße ist vor allem bei Düsseldorfern eine beliebte Ausgehmeile, auf der im Sommer tausende Gäste zusammen auf der Straße trinken, klönen und feiern. Immer wieder werden Bedenken laut, dass die zu erwartenden zahlungskräftigen Eigentümer die anliegenden Gastronomen wegen des selbstverständlich vorhandenen Lärms verklagen werden und damit das „Nacht“leben auf der Ratinger ab spätestens Mitternacht zum Erliegen kommen wird. Ich habe mich heute vor Ort ein wenig informiert.

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Too Good To Go – die App, um Lebensmittel zu retten und zu genießen

FullSizeRender_2Seit einigen Monaten nutze ich mehr oder weniger regelmäßig die App Too Good To Go. Das Prinzip ist sowohl einfach wie auch genial. Viele Gastronomien, Bäckereien oder Lebensmittelhändler müssen jeden Tag Nahrungsmittel wegwerfen, weil sie sie am nächsten Tag nicht mehr verkaufen können. Hier setzt die App an und bringt die Unternehmen mit Kunden zusammen, die diese Reste kaufen möchten, obwohl sie eben nicht mehr superfrisch sind. Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr in diesem Post – ich habe nämlich inzwischen einige der TGTG-Partner ausprobiert und verrate euch, ob ihr die App auch einmal testen solltet. Weiterlesen

NRW-Tag Bonn 2012

Blogparade: NRW – Leben zwischen Rhein und Weser

Düsseldorf Skyline RheinAm Wochenende feiert Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf den NRW-Tag. Anlass dafür ist die ziemlich genau 70 Jahren zurückliegende „Operation Marriage“ der britischen Besatzungsmacht in Deutschland: Der nördliche Teil der Rheinprovinz und Westfalen wurden per Dekret künstlich zu Nordrhein-Westfalen geformt. Lippe kam übrigens erst im darauffolgenden Januar zum neuen Bundesland dazu, zu dessen Hauptstadt die Briten wohl vor allem aus praktischen Erwägungen Düsseldorf machten und nicht etwa das etwas abgelegene Münster oder das weitaus schlimmer zerbombte Köln.

Noch heute heben viele immer wieder hervor, dass die Bewohner des „zwangsgeschaffenen“ Bundeslandes nicht viel gemeinsam haben: auf der einen Seite die  angeblich eher schweigsamen, knorrigen Westfalen, auf der anderen die (ganz eindeutig!) lebenslustigen, kontaktfreudigen Rheinländer. Westfalen hätte somit besser zu Niedersachsen gepasst, das Rheinland hätte mit den südlichen, französisch besetzten Ländern fusionieren können.*

Glücklicherweise ist es nicht so gekommen. Das bevölkerungsstärkste Bundesland ist auch heute weit davon entfernt, homogen zu sein – und das ist gut so. Wir haben hier nämlich viel zu bieten: Fünf der zehn größten Universitäten Deutschlands befinden sich in NRW*, ebenso 29 der 77 deutschen Großstädte, 22% des deutschen Bruttoinlandsproduktes werden hier erwirtschaftet,** aktuell sind fünf NRW-Fußballvereine in der 1. Bundesliga vertreten und außerdem bietet das Land so viele abwechslungsreiche Kultur- und Freizeitangebote in ländlichen Räumen und in Städten wie wohl kaum ein anderes Bundesland. Langweilig wird es bei uns also nie.

Aber wird NRW auch geliebt oder doch nur „respektiert“? Was macht das Bundesland für euch aus – ist es eure Heimat, ein interessantes Ausflugs- oder Urlaubsziel, euer Arbeitsplatz? Oder etwas ganz anderes? Wie seht ihr das Bundesland? Vielleicht existiert die „Westfalen-Rheinland-Schere“ auch in eurem Kopf. Möglicherweise, ohne dass ihr euch dessen bisher so richtig bewusst wart. Auf zur Blogparade „NRW – Leben zwischen Rhein und Weser“! Weiterlesen

Düsseldorf Kö-Bogen

NRW-Tag zum 70. Geburtstag Nordrhein-Westfalens – das Programm

NRW-TagDer inzwischen alle zwei Jahre stattfindende Geburtstag von Nordrhein-Westfalen, der NRW-Tag, ist in diesem Jahr ganz besonders: NRW wird 70. Gleichzeitig feiert auch Düsseldorf 70 Jahre als Landeshauptstadt. Bereits am eigentlichen Gründungstag des Landes, dem 23. August, begannen die offiziellen Feierlichkeiten mit illustren Gästen wie etwa Prinz William als Vertreter der ehemaligen Besatzungsmacht Großbritannien, dem eigentlichen Gründer des Bundeslandes, oder Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ab Freitagabend darf dann auch die Bevölkerung mitfeiern. Ich habe mir das Geburtstagsprogramm für euch angeschaut: Es ist extrem umfang- und abwechslungsreich, daher wird niemand alles sehen können, dafür dürfte sich allerdings auch niemand langweilen. Weiterlesen