Geschenkideen (nicht nur) für Weihnachten – sinnvoll schenken

SOS-Kinder auf dem Spielplatz im SOS-Kinderdorf Kavre, Nepal. Foto: Alexander Gabriel

SOS-Kinder auf dem Spielplatz im SOS-Kinderdorf Kavre, Nepal. Foto: Alexander Gabriel

In knapp zwei Monaten ist Weihnachten. Jedes Jahr das gleiche Spiel: Wem möchte man etwas schenken? Was soll man schenken? Oder schenkt sich gegenseitig doch nichts? Aber vielleicht bringt man zumindest eine Kleinigkeit mit. Ohne Geschenke ist Weihnachten doch nicht wirklich Weihnachten, oder? Ich glaube, jeder von uns hat das alles schon in ähnlicher Weise erlebt. Bei mir endet es entweder so, dass ich doch – zufällig, ich schwöre es – tolle und passende Geschenke finde, an denen ich nicht vorbei gehen kann. Oder ich habe keine Geschenke, möchte aber zumindest eine nette Aufmerksamkeit mitbringen. Im Grunde bringe ich also doch Geschenke mit. Aber kann man diesen grauenhaften, sich Jahr für Jahr wiederholenden Kreislauf überhaupt durchbrechen?

Ich behaupte: man kann! Und zwar durch sinnvolle Geschenke. Und damit meine ich natürlich nicht die Motorsäge für Papa und die Küchenmaschine für Mama, denn das wären letztendlich doch wieder reguläre Geschenke. Sondern Geschenke, die man im Namen des Beschenkten jemandem macht, der sie gut gebrauchen kann.

Bei Unternehmen ist eine ähnliche „Geschenkpraxis“ seit Jahren fast schon Usus: Sie spenden karitativen Einrichtungen Geld. Das lässt sich zum einen von der Steuer absetzen, umgeht zum anderen die Compliance-Richtlinien und nicht zuletzt spart es meist auch Zeit, Geld und Mühe sowie die Entscheidung, welcher Kunde welche Geschenkgröße erhält (großer Präsentkorb, eine Weinflasche oder doch nur die nette Karte?).

Lae Lae Aung und May Tha Zin aus Myanmar Fotograf: Plan / Warisara Sornpet

Lae Lae Aung und May Tha Zin aus Myanmar
Foto: Plan/Warisara Sornpet

Die Patenschaft
Als ich meinen ersten „richtigen“ Job hatte, habe ich mir selbst eine Patenschaft geschenkt, um etwas von dem wiederzugeben, was ich über die Jahre im deutschen Bildungssystem erhalten habe. Ich finde, eine Patenschaft ist auch als Geschenk für Kinder etwas Schönes. Aber bei den verschiedenen Angeboten gibt es kleinere Unterschiede. Ich bin seit vielen Jahren Pate bei Plan Deutschland. Hier kostet die Patenschaft inzwischen 28 € pro Monat, also pro Tag nicht einmal einen Euro. In einem gewissen Rahmen kann man sein Patenkind „auswählen“: Ich wollte gerne ein Mädchen unterstützen, weil Mädchen in den meisten Ländern der Welt immer noch extrem benachteiligt sind.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade in Südostasien eine Rundreise gemacht, außerdem mag ich diese Region sehr und kenne die Lebensumstände dort ein wenig. Deshalb war für mich klar, dass ich ein asiatisches Mädchen unterstützen wollte. Das genaue Land habe ich Plan auswählen lassen. So kann man aber auch bei den anderen beiden Punkten verfahren.

Plan ermöglicht es den Paten, ihren Patenkindern Briefe zu schreiben und bittet die Kinder, diese auch zu beantworten. Die Briefe sollten auf Englisch verfasst sein und werden vor Ort in die Landessprache übersetzt. Dementsprechend übersetzen die Betreuer die Antworten der Kinder auf Englisch. Außerdem können Paten auf der Seite von Plan E-Mails versenden, die ausgedruckt und an die Patenkinder geschickt werden.

Einmal im Jahr erhalten Paten einen Bericht darüber, was mit dem gespendeten Geld im Dorf bewirkt werden konnte, wie sich die Familie des Patenkindes entwickelt hat und natürlich auch, wie es dem Kind selbst ergangen ist. Zum Geburtstag, zu anderen Anlässen oder auch ohne besonderen Grund können Paten Geschenke über Plan schicken, die sie vorher im Shop auswählen. Es ist sogar möglich, das Patenkind vor Ort zu besuchen, wenn sie den Besuch mindestens sechs Wochen vorher ankündigen.

Alle drei Monate bekomme ich die Plan-Post mit Informationen über das weltweite Engagement von Plan. Die Patenschaft kann jederzeit beendet werden. Ich finde es jedoch wichtig, sie nach Möglichkeit bis zum 18. Geburtstag meines Patenkindes in wenigen Jahren aufrechterhalten. Deshalb sollte man sich vor dem Abschluss einer Patenschaft überlegen, ob man die Patenschaft wenigstens einige Jahre finanzieren kann. Ich persönlich fände ein solches Geschenk auch schön, wenn es ein Pate seinem „richtigen“ Patenkind macht und über die Jahre finanziert.

SOS-Kinder vor ihrem Familienhaus im SOS-Kinderdorf Port Elizabeth, Südafrika. Foto: Patrick Wittmann

SOS-Kinder vor ihrem Familienhaus im SOS-Kinderdorf Port Elizabeth, Südafrika. Foto: Patrick Wittmann

Ähnliche Patenschaften bieten auch andere Organisationen an: Bei den SOS Kinderdörfern gibt es sowohl eine Kinderpatenschaft für ein SOS-Kind für 31 € als auch eine Dorfpatenschaft für ein SOS-Kinderdorf für 28 € im Monat. Bei einer Dorfpatenschaft erhält der Pate allerdings nicht die Möglichkeit, persönlichen Kontakt zu einem Kind aufzunehmen.
Die Kindernothilfe bietet ebenfalls Kinderpatenschaften für 31 € im Monat an. Darüber hinaus gibt es Projektpatenschaften für 15 €. Sie dauern in der Regel drei bis fünf Jahre und auch hier erhält man keine persönlichen Briefe. Das Projekt kann man auf Wunsch aus aktuell zehn Projekten auswählen.

Bei World Vision bekommt der Pate neben einem jährlichen Bericht auch ein Video über die Fortschritte seines Patenkindes. Die Patenschaft kostet pro Monat 30 €. Besonders nett finde ich die Idee, dass man für ein Kind die Patenschaft übernehmen kann, das am selben Tag wie man selbst oder der Beschenkte Geburtstag hat.

Es gibt aber auch kurzfristige Patenschaften: Bei der Diakonie Düsseldorf kann man Projektpatenschaften unterstützen. Von den Spenden finanziert die Diakonie Projekte vor der Haustür, wie etwa Trainingskurse für junge Erwachsene, Tagesstätten für wohnungslose Menschen oder warmes Essen für Schulkinder.

Zwei Wölfe Foto: NABU/S. Zibolsky

Zwei Wölfe, Foto: NABU/S. Zibolsky

Eine etwas andere Art von Patenschaft bietet der NABU an: Der gemeinnützige Verein bietet (Tier-)Patenschaften an. Dabei kann man zwischen einem selbst zu bestimmenden Betrag, 15 € oder 30 € monatlich wählen. Der Pate erhält eine Urkunde und zweimal im Jahr aktuelle Projektinformationen. Interessenten können zum Beispiel aus Patenschaften für Wölfe, Schneeleoparden, lebendige Wälder, Adler oder lebendige Flüsse wählen.
Aber auch Zoos bieten Tierpatenschaften an: Im Krefelder Zoo kostet eine Patenschaft für einen Pinguin oder ein Alpaka 50 € im Jahr, bei einem Shetland-Pony oder einem Stachelschwein ist man bereits mit 30 € dabei. Dafür schlagen Elefant, Orang-Utan oder Schimpanse mit 1.000 € zu Buche. Daneben wirken 100 € für ein ganzes Blattschneideameisen-Volk geradezu läppisch.

Paten erhalten eine Urkunde ihres „Patentieres“ und werden mit anderen Paten namentlich auf einer Patentafel im Zoo und in der Tierpatenliste im Internet genannt. In jedem Jahr findet ein Tierpatentag statt, an dem Paten mehr über ihr Tier erfahren können. Paten erhalten freien Eintritt und können in Begleitung eines Zoomitarbeiters ihr Tier besuchen.
Tierpatenschaften mit anderen Preisstaffelungen und Specials für Paten bieten unter anderem auch die Zoos in Dortmund, Köln, MünsterLeipzig oder Frankfurt an.

Das gute Geschenk Sinnvolle Geschenke World Vision

„Das gute Geschenk“ World Vision Webauftritt

Sinnvolle Geschenke
Wer nicht dauerhaft ein Kind, Projekt oder Tier unterstützen möchte oder kann, hat die Möglichkeit, mit einem sinnvollen Geschenk Menschen im Namen des Beschenkten zu unterstützen. Plan Deutschland bietet etwa Bücher für Schulen in Guatemala für 34 €, Geburtsurkunden für thailändische Kinder für 20 € und Hühner für Familien in El Salvador für 50 € an.
Bei den SOS Kinderdörfern kauft man für 42,20 € Saatgut für eine Familie, für 15 € Masern-Impfungen für Kinder und für 5,10 € eine Puppe für ein Kind. World Vision bietet Lehrmaterial für 20 €, Ferkel für 44 € und Nothilfepakte für 70 € an.

Der „Klassiker“ unter den Hilfspaketen ist das Care-Paket, das vielen unserer Urgroßeltern, Großeltern oder Eltern in der Nachkriegszeit geholfen hat. Auch heute noch existiert der Verein Care-Pakete. Zu weihnachten bietet Care die Möglichkeit, mit speziellen Weihnachtspaketen zu helfen. Die Pakete laufen unter den Namen Wärme-, Zukunfts- und Winter-Paket. Das Zukunfts-Paket für 70 € etwa ermöglicht zwei Kindern in einem Flüchtlingscamp ein Jahr lang den Schulbesuch. Das Wärme-Paket für 45 € beinhaltet leider keine weiteren Erklärungen. Außerdem kann Care für einmalig 10 € eine Monatsration Kraftnahrung für ein unterernährtes Kind, für 30 € ein Schwein und für 80 € ein großes Überlebenspaket für eine sechsköpfige Familie finanzieren.

In Düsseldorf könnt ihr Kindern bei der Kindertafel ein Essen nach euren Wünschen spenden. Dazu könnt ihr auf der toll gestalteten Webseite einfach das entsprechende Essen auf den Teller der Kinder ziehen.

Weihnachtspakete
Besonders schön finde ich es, in der Vorweihnachtszeit eigene Pakete zusammenzustellen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir das zu Hause in meiner Kindheit häufiger gemacht haben. Auch daran, wie wir mit der ganzen Familie diese Pakete gepackt und Briefe beigelegt haben. Ich wusste, dass wir damit Menschen helfen, denen es nicht so gut geht wie uns. Und dass für sie dieses Paket vielleicht das schönste Geschenk des Jahres und die einzige Möglichkeit für eine richtige Weihnachtsfeier darstellte. Deshalb verschenke ich noch heute ab und zu Geschenke oder Geschenkpakete zu Weihnachten an Menschen, die nicht so viel Glück hatten wie ich. Ich halte es für eine schöne Aktion, die man hervorragend mit Kindern machen kann und die zu einer guten Familientradition werden kann.

„Weihnachten im Schuhkarton

„Weihnachten im Schuhkarton“, Kinder in Moldau freuen sich, Foto: Geschenke der Hoffnung

Um Geschenke im Schuhkarton bitten folgende Organisationen: Die Stiftung Kinderzukunft aus Grüngau sammelt Weihnachtspakete für hilfsbedürftige Kinder in der Ukraine, Rumänien, Bosnien und Herzegowina. Die Pakete können bei verschiedenen Sammelstellen abgegeben oder per Post zugeschickt werden.
Humedica versendet Pakete, die von den Spendern selbst zusammengestellt wurden, an Kinder unter anderem in Deutschland, Osteuropa, Brasilien und Afrika. Die Pakete können bayernweit bei Sammelstellen abgegeben werden.
Auch bei Geschenke der Hoffnung werden Geschenke in Schuhkartons schwerpunktmäßig an Kinder in Osteuropa verteilt. Die Kartons können bei über 5.000 Sammelstellen in Deutschland abgegeben werden beziehungsweise nach Abgabeschluss direkt nach Berlin versandt werden.

Es leben aber auch viele Kinder in Deutschland, die keine oder nur „praktische“ Geschenke bekommen, weil das Geld nicht für ein „richtiges“ Geschenk reicht. In vielen Städten gibt es deshalb zum Beispiel auf Weihnachtsmärkten vergleichbare Aktionen wie das Haus der guten Tat in Bochum. Dort habe ich mir vor Ort die Wünsche von zwei Kindern – je eines aus einem Kinderheim in Bochum und eines aus Afrika – ausgesucht und die entsprechenden Geschenke zusammengestellt. Diese Pakete habe ich dann bei Bochum Marketing abgegeben. Sie wurden den Kindern zu Weihnachten übergeben.

In einigen Städten gibt es „Wunschbäume“ in Kaufhäusern, an denen die Wünsche von Kindern hängen. Die Mechanik funktioniert ähnlich wie oben beschrieben. Wenn ihr also Interesse an dieser Art des Schenkens habt, haltet die Augen offen. In Düsseldorf gibt es eine solche Aktion in diesem Jahr unter anderem bei der Hausbrauerei „Zum Schlüssel“, wo die Geschenke bis zum 15. Dezember abgegeben werden können. Außerdem konnte man einen solchen Baum in den vergangenen Jahren etwa bei Galeria Kaufhof auf der Königsallee finden. In real-Märkten gibt es bundesweit aktuell ebenfalls eine solche Aktion. Wie wichtig solche Aktionen für die Kinder sind, geht aus diesem Artikel der Rheinischen Post von 2015 hervor.

Übrigens lässt sich eine solche Aktion auch im Kleinen umsetzen: Unser Betriebsrat etwa fragt inzwischen seit fünf Jahren Wünsche von Kindern in Einrichtungen in der Stadt ab. Aus diesen – von den Kindern auf buntes Papier gemalten und geschriebenen – Wünschen suchen sich unsere Mitarbeiter einen oder mehrere aus, die sie erfüllen möchten. Für jedes beim Betriebsrat abgegebene Päckchen erhält unser Weihnachtsbaum im Eingangsbereich einen weiteren Anhänger. Im letzten Jahr waren die etwa 60 Wünsche nach wenigen Stunden vergeben.

Zusätzlich sammeln alle Mitarbeiter Lebensmittel für die Tafel der Stadt. Der geschätzte Gesamtwert wird anschließend von unserer Geschäftsführung verdoppelt und zusätzlich als Scheck übergeben. Wenn ich mich richtig erinnere betrug die Scheckhöhe im vergangenen Jahr etwa 2.500 €.

In Balanta (Moldau) gab es die Pakete direkt draußen im Schnee. Foto:

In Balanta (Moldau) gab es die Pakete direkt draußen im Schnee, Foto: „ADRA Deutschland e. V. | „Aktion Kinder helfen Kindern“

Bei Engelbaum gibt es eine Art virtuellen Weihnachtswunschbaum. Online kann man Geld für Geschenke spenden. Davon wird Kindern, die mit ihrer Mutter im Frauenhaus sind, deren Eltern kein Geld haben oder im Gefängnis einsitzen, ein Weihnachtsgeschenk gekauft. Spender können einen Wunsch aus der Datenbank auswählen, sobald online ist. Aktuell sind es noch rund 500 offene Wünsche.
Kinder helfen Kindern ist ebenfalls seit einigen Jahren tätig. Deutschlandweit können Kinder für Kinder in Osteuropa Weihnachtspakete packen. Auch bei dieser Aktion können Pakete in Sammelstellen abgegeben werden.

Bei einigen Tafeln gibt es ebenfalls immer wieder Weihnachtspaket-Aktionen. Ihr solltet am besten bei eurer Tafel vor Ort schauen, ob eine solche Aktion geplant ist. In Köln können die Pakete am Mittwoch, 7. Dezember, von 10 bis 19 Uhr, und in Essen vom 16. bis 18. Dezember 2016 zu unterschiedlichen Zeiten abgegeben werden, kleine Mengen auch bis zum 23. Dezember. In Duisburg können Pakete bis zum 16. Dezember zu den regulären Öffnungszeiten abgegeben oder Geld für ein Päckchen gespendet werden. Bei der Tafel in Düsseldorf könnt ihr in diesem Jahr eure Pakete am 13. Dezember von 8 bis 18 Uhr in der Aula der St. Benedikt Schule auf Charlottenstr. 110 abgeben. Für alle Pakete empfiehlt sich nicht verderbliche Ware. Außerdem sollten Pakete zumindest in Düsseldorf unverschlossen sein. Unter diesem Post findet ihr eine Liste mit weiteren Tafeln, die Weihnachtsaktionen gestartet haben.

Weihnachtspaket für GefangeneEine andere Aktion wird immer wieder kontrovers diskutiert. Ich möchte sie trotzdem vorstellen, da ich ein solches Paket selbst einmal zusammengestellt habe. Und das Dankschreiben des Beschenkten hat mich zu Tränen gerührt. Ich verstehe das Paket nicht als Belohnung, sondern als Unterstützung eines Menschen, der sonst wenig hat, worüber er sich freuen kann. Aber ich gleite doch wieder in eine Diskussion ab, die ich nicht führen will. Ich rede von Weihnachtspaketen für Gefangene. Der Verein Freiabos unterstützt Gefangene das Jahr über mit der Vermittlung – wie der Vereinsname schon sagt – der Abonnements von Zeitungen und Magazinen, aber auch Büchergeschenken.

Zu Weihnachten kann man einen fixen Geldbetrag für ein Weihnachtspaket (2016: 45 €) oder einen Buchwunsch zu Weihnachten spenden, das einem Gefangenen im Zeitraum von zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Weihnachten übergeben wird. Oder man stellt, falls es in dem entsprechenden Bundesland noch möglich ist, selbst ein Paket nach relativ strikten Regeln zusammen. Die Gefangenen dürfen zusätzlich noch persönliche Wünsche äußern. Im Jahr 2016 erlauben nur noch zwei Bundesländer Weihnachtspakete an Untersuchungs- und Strafgefangene. Geschenke an Sicherungsverwahrte und Patienten des Maßregelvollzugs sowie Buchgeschenke (oder auch Zeitungs- und Magazinspenden) an alle Gefangenen sind aber weiterhin möglich.

Ich erinnere mich dunkel, dass es relativ aufwändig war, das Paket zu füllen und dass ich am Ende auf rund 60 bis 70 € Kosten inklusive Porto gekommen bin. Aber ich denke noch heute an den tollen Brief, den ich erhalten habe und glaube, dass die Freude, die das Paket bei dem Beschenkten ausgelöst hat, das wert war. (Update 2014: Im vergangenen Jahr habe ich erneut ein Paket verschickt, das alles in allem etwa 60 € gekostet hat, und der Dankesbrief hat mich erneut zu Tränen gerührt.)

Weitere Möglichkeiten für Spenden, Patenschaften und Pakete findet ihr zum Beispiel beim BUND, Oxfam, ora international oder Katholischer Gefängnisverein Düsseldorf. Genussfreunde haben vielleicht Spaß an einer Rebstockpatenschaft von Slow Food, einer Kaffeepatenschaft von GEPA oder einer Bienenpatenschaft von Bee Good.

Kulturliebhaber freuen sich vermutlich eher über eine Hörfilmpatenschaft, eine Puppenpatenschaft beim Düsseldorfer Marionettentheater oder der Augsburger Puppenkiste, eine Exponatpatenschaft im Naturkundemuseum Berlin oder eine Buchpatenschaft bei der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.

Eine Patenschaft, die mir aus besonderen Gründen recht wichtig ist, war die Baumpatenschaft in Düsseldorf. Nach dem schweren Sturm „Ela“ am Pfingstmontag 2014, bei dem etwa 25 Prozent des Baumbestandes der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt zerstört wurde, benötigt die Stadt Hilfe bei der Wiederaufforstung. Ich habe die Verwüstung des Stadtgebietes persönlich erlebt und sehe die Folgen noch heute täglich. Mit 50 € oder mehr konnten Düsseldorfer und Naturliebhaber helfen, die noch immer sichtbaren Schäden in den Grünanlagen der Stadt nach und nach zu beheben. Leider wurde das Programm inzwischen eingestellt. Aber die gemeinnützige Initiative Prima Klima bietet ebenfalls Baumpatenschaften deutschland- und weltweit an.

Gerade um Projekte zu finden, die Menschen vor Ort unterstützen, hilft es, die lokale Presse zu lesen und einfach aufmerksam zu sein. Für die in diesem Beitrag genannten Aktionen solltet ihr beachten, dass die meisten Abgabetermine für den Versand der Pakete in der ersten Novemberhälfte liegen. Viel Spaß beim Packen und  Spenden.

Übersicht Weihnachtspaketaktionen Tafeln

Aachen: Abgabe  am 19. Dezember von  10 bis 18 Uhr

Bergisch Gladbach: Abgabe  bis 13. Dezember

Berlin: Abgabe  bis 2. Dezember, Montag bis Freitag von 8.30 bis 17.30 Uhr und Samstag von 9 bis 13 Uhr

Bochum-Wattenscheid: Abgabe bis 18. Dezember um 14 Uhr, Montag bis Freitag  von 7 bis 16 Uhr, Samstag von 7 bis 12 Uhr

Bonn: Abgabe am 12. und 13. Dezember von  11 bis 18.30 Uhr

Brühl: Abgabe am 30. November von 9 bis 15 Uhr

Datteln: Für eine Spende von 5€  wird je ein Weihnachtsessenspaket ausgegeben,  mit Sachspenden können diese Pakete erweitert werden, Adventskalender können bis 29. November,  Nikoläuse bis 5. Dezember gespendet werden

Dorsten: Abgabe bis 12. Dezember bei  verschiedenen Sammelstellen zu  verschiedenen Zeiten

Duisburg: Abgabe bis 16. Dezember

Düren: Abgabe am 19. Dezember von 10 bis 18 Uhr

Düsseldorf: Abgabe am 13. Dezember von 8 bis 18 Uhr

Duisburg: Abgabe bis zum 16. Dezember

Erfurt: Ausgabe der Kinderwünsche der Aktion Wunschbaum bis 9. Dezember

Erkelenz: Abgabe vom 28.11. bis 19.12., Montag und Donnerstag  von 7 bis 10.30 Uhr und 13 bis 16 Uhr

Essen: Abgabe vom 16. bis 18. Dezember, kleine Mengen bis zum 23. Dezember um 13 Uhr

Frechen: Abgabe am  14. Dezember von  10 bis 18 Uhr

Hürth: Abgabe  am 8. Dezember von  10 bis 18 Uhr

Jena: Abgaben der Spenden für die Kinderweihnachtsfeier bis 19. Dezember

Kempen: Abgabe bis 16. Dezember, Montag bis Freitag von 9 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr

Köln: Abgabe vom 1. bis 10. Dezember bei verschiedenen Sammelstellen

Leichlingen: Abgabe am 13. Dezember von  10 bis 17 Uhr

Leverkusen: Für eine Spende von 25€ bis 16. Dezember wird je ein Paket gepackt und ausgegeben

Mönchengladbach: Abgabe am 11. Dezember von 10 bis 16 Uhr

Münster: Abgabe  vom 1. bis 13. Dezember (außer am 4. und 11. Dezember) zu verschiedenen  Zeiten

Overath: Abgabe vom 27. November bis  13. Dezember zu  verschiedenen Zeiten

Übach-Palenberg: Abgabe  am 14. Dezember von  10 bis 18 Uhr

Viersen: Abgabe am  19. Dezember von 10 bis 18 Uhr

Wien: Abgabe bis zum 17. Dezember, Montag bis Freitag 8.30 bis 17.30 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr

Willich: Abgabe bis 2. Dezember an verschiedenen Orten

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9 Gedanken zu “Geschenkideen (nicht nur) für Weihnachten – sinnvoll schenken

  1. Pingback: Anderswo
    • Barbara (@Charlott7777) schreibt:

      das ist ja das Gute an solch Listen, dass sie eigentlich jedem eine Richtung bieten, die den eigenen Vorstellungen nahekommt. Für mich gilt: es gibt ‚draußen‘ vermutlich genau so viele Menschen, denen ich aus anderen Gründen nichts schenken würde … wie sich ‚innerhalb der Mauern‘ Menschen finden, mit denen mich irgendetwas verbinden könnte. Und ich werde das dieses Jahr einfach mal tun. Weil ich von anderen ebenfalls Dinge geschenkt bekomme, ohne dass sie mich persönlich kennen. Oder auch – obwohl sie mich mit all meinen Schwächen kennen.

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  2. Liebling nicht jetzt schreibt:

    Eine sehr tolle und sehr vielfältige Zusammenstellung! Ein Freund von mir sponsert Gefangenen die „Titanic“, damit sie mal wieder was zu lachen haben. Und wir beteiligen uns mit unseren Kindern an Geschenken im Schuhkarton für Osteuropa, an Brot für die Welt und in diesem Jahr an einer privaten Aktion für ein Brasilianisches Waisenhaus. Wenn ich mir vorstelle, dass es Kinder gibt, die nicht mal ne Zahnbürste haben, macht es mir großen Spaß, besonders schöne Sachen auszusuchen und mir dabei vorzustellen, wie sich die Kinder darüber (hoffentlich) freuen werden. Das allein ist schon sein Geld wert.

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  3. Ballistol schreibt:

    Hallo, jeder sollte und kann sich ja selber überlegen wem er eine Freude machen möchte, armen kindern zu helfen und sich daran zu erfreuen wie ihre kleinen Augen funkeln ist schon was ganz besonders.
    Herzliche grüsse.

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