Gutes tun in der Vorweihnachtszeit: Pakete zu Weihnachten versenden

Eine Tradition in der Vorweihnachtszeit, die ich besonders schön finde, ist die Zusammenstellung von Paketen für Menschen, denen es aktuell nicht so gut geht wie den meisten von uns. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir das zu Hause in meiner Kindheit häufiger gemacht haben. Auch daran, wie wir mit der ganzen Familie diese Pakete gepackt und Briefe beigelegt haben. Ich wusste, dass wir damit Menschen helfen, denen es nicht so gut geht wie uns. Und dass dieses Paket für sie vielleicht das schönste Geschenk des Jahres und die einzige Möglichkeit für ein „richtiges“ Weihnachtsfest darstellte.
Deshalb verschenke ich noch heute an Weihnachten recht regelmäßig Geschenke oder Geschenkpakete an Menschen, die nicht so viel Glück hatten wie ich. Ich halte es für eine schöne Aktion, die ihr auch hervorragend mit Kindern machen könnt und die zu einer guten und sinnvollen Familientradition werden kann.

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30 Jahre Mauerfall – Auf die Menschen kommt es an (Blogparade)

Zeulenroda TalsperreIch muss gestehen: Ich bin zunehmend genervt. Vielleicht geht es euch ähnlich. Wenn über „den Osten“ gesprochen wird, höre oder lese ich überwiegend eher Negatives. Alternativ ziemlich flache Witze.
Was Wirtschaft und auch Politik betrifft, mag die negative Tendenz ja zutreffen und natürlich muss darüber gesprochen werden – obwohl es da sicherlich ebenfalls etliche positive Beispiele gibt, die einfach untergehen. Aber ich weigere mich, daran zu glauben, dass es sich hinsichtlich des Negativen bei den Menschen ebenso verhält!

Als ich knapp 15 Jahre nach dem Mauerfall in meinem Freundeskreis verkündete, dass ich „in den Osten rübermache“, waren die Reaktionen fast ausschließlich negativ. Kaum jemand konnte nachvollziehen, dass ich wegen eines Jobs „DAHIN?!“ ziehen wollte. Die Menschen seien komisch, die Städte hässlich, alles irgendwie piefig et cetera et cetera. Übrigens erlebte ich Jahre später nach meiner Entscheidung, nach Bochum zu ziehen, Ähnliches in Thüringen. Meine Kolleginnen waren entsetzt, wie ich ins hässliche und graue Ruhrgebiet ziehen konnte. Kurz angemerkt: Dort ist es (fast) überall grün und die Menschen haben ihr Herz ebenfalls am rechten Fleck. Aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht sollten wir alle einfach häufiger innerhalb Deutschlands reisen.
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Andreas Quartier – Umstrittenes Bauprojekt in Düsseldorf

FullSizeRender_3Seit fast fünf Jahren wohne ich in Düsseldorf. Fast ebenso lange wird an dem Gebäude-Komplex zwischen Ratinger und Mühlenstraße in der Altstadt gebaut. Düsseldorfer werden wissen, wie umstritten das Bauprojekt ist: Schließlich liegt das Grundstück mitten in der Altstadt, und die Ratinger Straße ist vor allem bei Düsseldorfern eine beliebte Ausgehmeile, auf der im Sommer tausende Gäste zusammen auf der Straße trinken, klönen und feiern. Immer wieder werden Bedenken laut, dass die zu erwartenden zahlungskräftigen Eigentümer die anliegenden Gastronomen wegen des selbstverständlich vorhandenen Lärms verklagen werden und damit das „Nacht“leben auf der Ratinger ab spätestens Mitternacht zum Erliegen kommen wird. Ich habe mich heute vor Ort ein wenig informiert.

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Too Good To Go – die App, um Lebensmittel zu retten und zu genießen

FullSizeRender_2Seit einigen Monaten nutze ich mehr oder weniger regelmäßig die App Too Good To Go. Das Prinzip ist sowohl einfach wie auch genial. Viele Gastronomien, Bäckereien oder Lebensmittelhändler müssen jeden Tag Nahrungsmittel wegwerfen, weil sie sie am nächsten Tag nicht mehr verkaufen können. Hier setzt die App an und bringt die Unternehmen mit Kunden zusammen, die diese Reste kaufen möchten, obwohl sie eben nicht mehr superfrisch sind. Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr in diesem Post – ich habe nämlich inzwischen einige der TGTG-Partner ausprobiert und verrate euch, ob ihr die App auch einmal testen solltet. Weiterlesen

NRW-Tag Bonn 2012

Blogparade: NRW – Leben zwischen Rhein und Weser

Düsseldorf Skyline RheinAm Wochenende feiert Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf den NRW-Tag. Anlass dafür ist die ziemlich genau 70 Jahren zurückliegende „Operation Marriage“ der britischen Besatzungsmacht in Deutschland: Der nördliche Teil der Rheinprovinz und Westfalen wurden per Dekret künstlich zu Nordrhein-Westfalen geformt. Lippe kam übrigens erst im darauffolgenden Januar zum neuen Bundesland dazu, zu dessen Hauptstadt die Briten wohl vor allem aus praktischen Erwägungen Düsseldorf machten und nicht etwa das etwas abgelegene Münster oder das weitaus schlimmer zerbombte Köln.

Noch heute heben viele immer wieder hervor, dass die Bewohner des „zwangsgeschaffenen“ Bundeslandes nicht viel gemeinsam haben: auf der einen Seite die  angeblich eher schweigsamen, knorrigen Westfalen, auf der anderen die (ganz eindeutig!) lebenslustigen, kontaktfreudigen Rheinländer. Westfalen hätte somit besser zu Niedersachsen gepasst, das Rheinland hätte mit den südlichen, französisch besetzten Ländern fusionieren können.*

Glücklicherweise ist es nicht so gekommen. Das bevölkerungsstärkste Bundesland ist auch heute weit davon entfernt, homogen zu sein – und das ist gut so. Wir haben hier nämlich viel zu bieten: Fünf der zehn größten Universitäten Deutschlands befinden sich in NRW*, ebenso 29 der 77 deutschen Großstädte, 22% des deutschen Bruttoinlandsproduktes werden hier erwirtschaftet,** aktuell sind fünf NRW-Fußballvereine in der 1. Bundesliga vertreten und außerdem bietet das Land so viele abwechslungsreiche Kultur- und Freizeitangebote in ländlichen Räumen und in Städten wie wohl kaum ein anderes Bundesland. Langweilig wird es bei uns also nie.

Aber wird NRW auch geliebt oder doch nur „respektiert“? Was macht das Bundesland für euch aus – ist es eure Heimat, ein interessantes Ausflugs- oder Urlaubsziel, euer Arbeitsplatz? Oder etwas ganz anderes? Wie seht ihr das Bundesland? Vielleicht existiert die „Westfalen-Rheinland-Schere“ auch in eurem Kopf. Möglicherweise, ohne dass ihr euch dessen bisher so richtig bewusst wart. Auf zur Blogparade „NRW – Leben zwischen Rhein und Weser“! Weiterlesen

Düsseldorf Kö-Bogen

NRW-Tag zum 70. Geburtstag Nordrhein-Westfalens – das Programm

NRW-TagDer inzwischen alle zwei Jahre stattfindende Geburtstag von Nordrhein-Westfalen, der NRW-Tag, ist in diesem Jahr ganz besonders: NRW wird 70. Gleichzeitig feiert auch Düsseldorf 70 Jahre als Landeshauptstadt. Bereits am eigentlichen Gründungstag des Landes, dem 23. August, begannen die offiziellen Feierlichkeiten mit illustren Gästen wie etwa Prinz William als Vertreter der ehemaligen Besatzungsmacht Großbritannien, dem eigentlichen Gründer des Bundeslandes, oder Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ab Freitagabend darf dann auch die Bevölkerung mitfeiern. Ich habe mir das Geburtstagsprogramm für euch angeschaut: Es ist extrem umfang- und abwechslungsreich, daher wird niemand alles sehen können, dafür dürfte sich allerdings auch niemand langweilen. Weiterlesen

Expat in Düsseldorf? Guide to jobs, apartments, and districts

Düsseldorf SkylineSo you’re moving to Düsseldorf? Good decision! Okay, I’m not neutral. But when you arrived here you might agree with me. The city with a little more than 600.000 inhabitants isn’t so small that everyone knows each other, nor is it intimidatingly large. Düsseldorf has its own wonderful charm. Atmosphere. Personality. Call it whatever you like. Welcome to Düsseldorf in the very west of Germany, which is the capital of the federal state Northrhine-Westfalia. It hosts great museums, one of the biggest Japanese communities in Europe, and people of at least 178 nationalities. A city where people like to celebrate (not just during carnival), enjoy life at the river Rhine, and drink Altbeer. Its residents are known in Germany for their openness as well as for their stubbornness. Welcome to the heart of Europe.

I hope these information will encourage you and make it easier for you when you arrive and maybe you feel at home here soon. Don’t be surprised if you decide to extend your stay or maybe even become a longterm Düsseldorfer: If so you won’t be the first expat that arrived thinking he’d stay for just a year or two, but then fell in love with the city, its people – or perhaps a special someone.

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Amsterdam Gracht

Kurztrip nach Amsterdam – Teil 3: Industriekultur, Religiöses und richtige Niederländer

IMG_8437Nach Tipps zu Unterkunft, Essen, Bier, Märkten, Street Art und anderem in Amsterdam bleiben eigentlich nicht mehr allzu viele Themen offen. Außer vielleicht… noch ein wenig Industriekultur? … Museen? Irgendwas mit Religion? Und ein Besuch in einem niederländischen Zuhause?
Kein Problem, das kann ich alles bieten. Mit einem alten Gaswerk, einer geheimen Kirche und einem asiatischen Tempel in einem Wohnviertel – gekrönt von einem kurzweiligen Abend mit leckerem Essen in der Küche von „echten“ Amsterdamern. Weiterlesen