Veranstaltungen 2016 – Meine persönlichen Event-Highlights Teil 2

Juli
Düsseldorf Rheinkirmes OberkasselJedes Jahr im Juli freuen sich nicht nur Düsseldorfer auf eines der Highlights des städtischen Eventkalenders: die Rheinkirmes. Wie der Name bereits vermuten lässt, findet die Kirmes vom 15. bis 29. Juli direkt entlang des Rheins, auf der anderen Seite der Altstadt, in Oberkassel statt. Nachdem das Uerige im letzten Jahr nach mehrjähriger Pause wieder auf der Kirmes vertreten ist, fehlt in diesem Jahr nun das Füchschen. Sollte es keine Ersatzbrauerei geben, wird es vermutlich in den anderen Festzelten noch etwas kuscheliger werden, als sonst sowieso schon.

Seitdem ich in Düsseldorf wohne, mache ich jedes Jahr mit einer Freundin eine wunderbar-perfekte Nostalgie-Tour über die Kirmes. Weitere Empfehlungen braucht ihr eigentlich nicht, um die Düsseldorfer Kirmes richtig genießen zu können. Aber eines muss ich noch einmal nachdrücklich sagen: Schaut euch das Feuerwerk an! Meine absolute Nummer 2 der Düsseldorfer Feuerwerke hinter dem des Japantages.

Beim dritten Summer of Supper vom 8. bis 24. Juli verwöhnen elf verschiedene Küchen-Teams Gäste mit 4- bis 6-gängigen Menüs im Marieneck in Köln-Ehrenfeld.
Apropos Köln: Die Kölner starten mit dem CSD in den Juli. Der CSD in Düsseldorf findet bereits vom 27. bis 29. Mai statt (puh, gerade noch daran gedacht).

Das K20 am Grabbeplatz zeigt vom 2. Juli bis 6. November mit der Ausstellung „Andreas Gursky – Nicht abstrakt“ erstmals Werke des Künstlers. Da diese laut Ankündigung „in einen überraschenden Dialog mit (abwesenden) Bildern der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen“ treten sollen, darf man sehr gespannt sein.

Am 16. Juli findet zum zweiten Mal die Abendtüte Schnitzeljagd statt. Leider konnte ich aus terminlichen Gründen nicht an der ersten im vergangenen Jahr teilnehmen. Dieses Jahr habe ich sie aber fett in meinen Kalender eingetragen. Wie funktioniert sie? Ganz einfach: Ihr kauft ein Ticket im Vorverkauf für 20 € (bis 9. Juli, danach 30 €), erhaltet eine „Schatzkarte“, geht zu Fuß oder fahrt mit dem Rad alle 19 Stationen der teilnehmenden „Friends“ an, kostet die angebotene Probe und nehmt nach der Tour mit komplett ausgefüllter Schatzkarte automatisch an einem Gewinnspiel teil. Kinder bis 12 Jahren nehmen übrigens kostenlos teil.

Kuschelig ist es nicht nur bei der Düsseldorfer Kirmes, sondern wohl auch bei der Benrather Bierbörse. Obwohl das kleine Festival ebenfalls recht gut besucht ist, liegt das aber eher an den meist höheren Temperaturen. Für „Bier-Einsteiger“ ist das Festival entlang der Haupt- bis in die Einkaufsstraße bestens geeignet. Vom 29. bis 31. Juli können Besucher an 55 Ständen regionale (Alt-)Biere, bayerische und belgische Biere und einiges mehr probieren. Für „Fortgeschrittene“ empfehle ich den Stand, an dessen Namen ich mich natürlich nicht mehr erinnern kann, aber der sich genau hier befindet.

August
Wie in jedem Jahr öffnen Düsseldorfer Künstler bei der Veranstaltung Kunstpunkte ihre Ateliers für die Öffentlichkeit. Der Norden beginnt am Wochenende des 3. und 4. Septembers, der Süden folgt am 10. und 11. Für mich bietet dieses Event die Möglichkeit, sich einen schönen Einblick in die Kunstszene der Landeshauptstadt zu verschaffen und sowohl mit Künstlern als auch Besuchern ganz entspannt ins Gespräch zu kommen.

Eine der ersten Veranstaltungen, die ich als Düsseldorferin besucht habe, war der WeinSommer, der 2016 vom 4. bis 7. August stattfindet. Auch deshalb versuche ich jedes Jahr mindestens einmal dort vorbeizuschauen und einen Pfälzer Wein (Lokalpatriotismus-Überbleibsel aus meinen wenigen Monaten als Pfälzerin, ich bin einfach eine treue Seele) zu trinken. In lauen Sommernächten, in denen man gemeinsam mit Freunden gemütlich auf dem Marktplatz bei einem Schoppen Wein zusammensitzt, bekommt man auch fast das Gefühl, man säße auf einem Weinfest im Süden.

Ruhrtriennale Duisburg Landsschaftspark Massive Attack V Adam CurtisEin weiteres nostalgisches Überbleibsel, dieses Mal aber aus meiner Zeit im Ruhrgebiet, ist die Ruhrtriennale vom 12. August bis 24. September.  Abgesehen von der Nostalgie ist sie aber zudem ein wunderbares Festival: Großartige Theater-, Ballett- oder Musikstücke werden an 24 Industrieorten in verschiedenen Städten des Ruhrgebietes aufgeführt. Die Preise sind eher im oberen Bereich angesiedelt, aber wer genießen möchte, muss eben auch zahlen. Dafür kann man so großartige Inszenierungen sehen wie etwa Europas 1 & 2 (okay, die Tickets haben 60 € gekostet und ich hatte nachher extreme Kopfschmerzen, aber was war das für eine unglaubliche Inszenierung!) und die Atmosphäre ganz besonderer industriegeschichtlicher Orte spüren.

Bochum Zeltfestival Ruhr Außenbereich Foodblog Food Foodblogger Travelblog Travel Blogger Urlaub Reiseblog Reise BloggerSeit dem ersten Zeltfestival Ruhr im Jahr 2008 bin ich ein großer Fan des absolut professionell organisierten Festivals, das mit leichter Hand inszeniert zu sein scheint und so gar nicht dem gängigen Klischee des Matsch-Camping-Festivals entspricht. Großartige Erlebnisse, wie ein Konzert der Fantastischen Vier in einem nicht ausverkauften, maximal 2.000 Personen fassenden Zelt, Auftritte von Jamie Cullem, Jan Delay, Jan PlewkaDeichkind und anderen lassen mich diese Veranstaltung gerne weiterempfehlen. Das kulinarische Angebot auf der Promenade ist immer gut und abwechslungsreich, ein spezielles Kinderprogramm, der Markt der Möglichkeiten sowie ein nettes  Nachmittagsprogramm, für das wenige Euro Eintritt anfallen, runden das Festival vom 19. August bis 4. September ab. 2016 fahren die Macher Acts wie Fettes Brot, Blumentopf, Milow, Helge Schneider, Carolin Kebekus oder, für die Jüngeren unter den Gästen, Die Lochis oder das Musical Peter Pan auf.

Düsseldorf Gourmet Festival Kö Das Gourmet Festival auf der Kö vom 26. bis 28. August bietet in jedem Jahr vor allem Weinfreunden eine reiche Auswahl. Aber wenn 2016 ähnliche Aussteller wie im vergangenen Jahr dabei sind, sind auch Bier, Eis, Törtchen, italienische Spezialitäten, Meeresfrüchte (ja, genau, Austern, wir befinden uns schließlich auf der Kö, da gilt es, einen Ruf zu verteidigen, wenn auch aus meiner Sicht einen etwas zweifelhaften) und zum zweiten Mal ein kleines Street Food-Angebot auf dem Graf-Adolf-Platz dabei. Mehr Infos findet ihr in meinem Post über das Gourmet Festival von 2013.

Als ich vor vier Jahren nach Düsseldorf zog, sah ich überall in der Stadt sehr häufig komische Strichmännchen, die auf Wände gesprüht waren. Und da sie mich seltsam berührten und ich neugierig war, habe ich recherchiert, wer ihr Schöpfer ist. Bis dahin hatte ich, soweit ich mich erinnern kann, noch nichts von Harald Naegeli gehört. Nun bin ich ein „Fan“ und habe das Glück, in einer Stadt zu wohnen, in der seine Werke nahezu allgegenwärtig sind. Außerdem freue ich mich auf August. Denn ab dann bis Dezember präsentiert das Stadtmuseum eine „Harald Naegeli“-Ausstellung. Da bisher keinerlei Informationen dazu zu finden sind, bin ich einfach gespannt und lasse mich überraschen.

September
In lauen Sommernächten ist die Illumina auf Schloß Dyck bei Jüchen ein wunderbares Erlebnis, zu dem bei Anbruch der Dunkelheit ganze Familien aus der Umgebung pilgern. Märchen erzählende Bäume, Gedichte zitierende Brunnen, hinter jeder Ecke neue, fantasievolle Lichtinstallationen – ein wahr gewordener Sommernachtstraum. In diesem Jahr können Besucher vom 2. bis 11. September diese Lichtkompositionen und an einigen Ständen auch diverse Snacks und Getränke genießen.

Ein kulinarisches Highlight in Düsseldorf ist die Tour de Menu im Frühjahr. Seit einigen Jahren hat sich im Herbst ein Ableger, die tour de menu gusto, etabliert. Vom 8. September bis 3. Oktober bieten Restaurants verschiedener Kategorien spezielle Menüs an. Eine wunderbare Gelegenheit, um einmal von gewohnten kulinarischen Pfaden abzuweichen, etwas Neues zu probieren und dabei vielleicht ein neues Lieblingsrestaurant zu entdecken.

Vom 17. September bis 30. Oktober präsentiert das NRW-Forum Horst Wackerbarth: Heimat. Der Fotokünstler reist mit einem roten Sofa durch die Welt, lässt Menschen auf dem Sofa Platz nehmen und fotografiert sie so. In einer über 200 Bild- und Videowerke umfassenden Retrospektive zeigt das Museum das Werk des Künstlers in seiner Heimat.

Am 23. oder 24. September werde ich vermutlich wieder mit anderen Biernerds die kleine Reise nach Bodegraven in den Niederlanden antreten, um beim Borefts Bier Festival auf dem Geländer der Brauerei de Molen dabei zu sein. Im vergangenen Jahr gab es dort eine wirklich wunderbare Auswahl an Bieren. Bei dieser Gelegenheit habe ich nicht nur einige großartige Biere von de Molen, sondern auch von Oedipus, Omnipollo und Gänstaller entdecken können. Ich werde mich also vermutlich wieder nicht beim Festival der Bierkulturen in Köln mit inzwischen leider viel zu vielen Menschen knubbeln, sondern das Ganze minimal entspannter mit größerer Auswahl in den Niederlanden angehen.

Das Museum K20 zeigt vom 24. September 2016 bis zum 8. Januar 2017 die Ausstellung „Wolke und Kristall – Jackson Pollock trifft auf Bruce Nauman„. Damit soll der „Weg vom Abstraktem Expressionismus zur Konzeptkunst als kunstgeschichtlichen Umbruch“ aufgezeigt werden. Über 200 Werke von 40 verschiedenen Künstlern wie Gregor Schneider, Thomas Schütte, Frank Stella, und Andy Warhol sollen diesen Weg verdeutlichen.

Oktober
Ende Oktober, vom 27. bis 30., bietet das New Fall Festival an verschiedenen Düsseldorfer Veranstaltungsorten wieder ein abwechslungsreiches Programm. Bisher stehen allerdings lediglich die Auftritte von Agnes Obel und Wilco fest. In den Vorjahren traten etwa Nouvelle Vague, Nils Frahm, Gentleman, Element of Crime, Birdy oder Mogwai auf.

Kubo Show HerneSeitdem ich im Ruhrgebiet gewohnt habe, steht die Kuboshow in den Flottmann Hallen in Herne auf meinem jährlichen Eventkalender. Wirklich Spektakuläres gibt es nicht zu entdecken. Wer aber Werke von jungen, zeitgenössischen Künstlern sucht, kann hier durchaus interessante Stücke entdecken und vergleichsweise günstig erwerben. Alle anderen können sich zumindest auf ein, zwei abwechslungsreiche Stunden in den schönen Hallen eines ehemaligen Bergbauzuliefererbetriebes, die in vom Jugendstil beeinflusster Reformarchitektur erbaut wurden, freuen.

November
Süße WeihnachtenIm grauen November öffnen endlich die Weihnachtsmärkte. Mein Lichtblick in diesem meist usseligen Monat. Aber wenn es wie bisher weitergeht, eröffnen sie demnächst bereits im Oktober. Wie dem auch sei: Am 17. November geht es in Düsseldorf los.
Ich halte mich bevorzugt in weniger belebten Ecken auf, wie etwa auf dem Markt hinter dem Kö-Bogen. Dort gab es im vergangenen Jahr sowohl den von mir heißgeliebten Flammlachs als auch Raclette und schwäbische Spezialitäten. Manchmal sind sogar der Markt auf dem Schadowplatz und ganz, ganz selten auch der Sternchenmarkt so leer, dass ich dort gerne länger als zehn Minuten an meinem weißen Glühwein oder Eierpunsch nippe.

Am liebsten sind mir aber die kleinen, noch relativ authentischen Märkte, die meist nur an Wochenenden stattfinden, wie zum Beispiel der im Südpark, in Korschenbroich-Liedberg oder in anderen Dörfern der Umgebung.

Aber auch unsere Nachbarn in Köln haben hübsche Weihnachtsmärkte. Bisher ist der im Hafen beim Schokoladenmuseum mein absoluter Favorit. Vielleicht kommt in diesem Jahr aber ein neuer hinzu, man weiß ja nie. Tipps nehme ich gerne entgegen.

Dezember
Zum Dezember hin werden die Veranstaltungen weniger – zumindest sofern es sich nicht um Weihnachtsmärkte oder anderweitige weihnachtsbezogene Veranstaltungen handelt. Sollten mir im Laufe der kommenden Monate doch noch weitere einfallen, werde ich diesen Text ergänzen.

Eine interessante Fotoausstellung gibt es auf jeden Fall ab dem 9. Dezember 2016 bis zum 19. Februar 2017: Das Folkwang Museum zeigt Das rebellische Bild, Fotos aus den 80er Jahren, welche die  Aufbruchsstimmung dieser Ära zeigen. Eine sicher spannende Zeitreise, die ich mir vermutlich während meines Weihnachtsurlaubes genauer anschauen werden.

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