Amsterdam Gracht

Kurztrip nach Amsterdam – Teil 1: Unterkunft, Kaffee und andere Leckereien

Amsterdam GrachtGleich vorweg, auch wenn euch das vermutlich bereits klar ist: Amsterdam ist immer eine Reise wert. Immer. Wirklich immer. Ganz gleich, zu welcher Jahreszeit. Ganz gleich, bei welchem Wetter. Mehr müsst ihr an sich nicht wissen. Wenn ihr aber mehr wissen möchtet, solltet ihr weiterlesen, denn ich habe ein paar wie ich finde tolle Tipps für euch. Ein paar, die ihr vielleicht schon kennt. Aber einige davon zumindest etwas abseits der bekannten Touristenpfade. Alle Empfehlungen, die ich euch in den drei Posts zu Amsterdam geben werde, sind in knapp drei, vier Tagen problemlos und auch recht entspannt machbar – das habe ich selber getestet. Und für den einen oder anderen unter euch könnte auch ein Geheimtipp dabei sein. Dann mal los.

Unterkunft
Unterkünfte sind immer so eine Sache in Großstädten. Ich schwöre auf Airbnb, obwohl das ja inzwischen durchaus umstritten ist. Aber leider sind die von mir generell bevorzugten Pensionen oder B&Bs inzwischen auch (nur) dort vertreten oder ansonsten zu teuer. Am liebsten wohne ich einen Steinwurf entfernt vom Zentrum, damit ich nicht mitten im Trubel, aber auch nicht zu weit von den interessanten Anlaufstellen bin.

Amsterdam Unterkunft Hotel Airbnb De Pijp Govert FlinckstraatIn Amsterdam bietet sich da das Viertel De Pijp an, das man vermutlich als „in Hipstersphären aufstrebend“ beschreiben kann. Ich kann eine Übernachtung bei Wendela und ihrer Familie in der Govert Flinckstraat empfehlen. Das kleine Zimmer ist sauber, gemütlich und direkt nebenan befindet sich ein kleines Bad mit Dusche, das ausschließlich dem Gast zur Verfügung steht. Davon abgesehen sind Wendela und ihr Mann sehr nett. Wir haben Tipps ausgetauscht und so voneinander etwas über Amsterdam lernen können. In den 60 €, die ich pro Übernachtung gezahlt habe, war kein Frühstück enthalten, was aber in diesem Viertel kein wirkliches Problem darstellt.

Frühstück und Kaffee
Amsterdam Café Two for Joy HaarlemmerdijkGutes Frühstück gibt etwa bei Bagels & Beans (Ferdinand Bolstraat 70, es gibt aber etliche weitere Filialen in ganz Amsterdam). Dort wird übrigens auch High Tea angeboten, den ich aber bisher nicht probiert habe, und der auch eher kein typischer Afternoon Tea sein dürfte. Besseren Kaffee gibt es auf jeden Fall bei Two for Joy, das über zwei Filialen, am Haarlemmerdijk und am Frederiksplein, verfügt. Obwohl sie ganz unterschiedlich eingerichtet sind, finde ich beide Locations sehr gemütlich, der Service steht dem in nichts nach, ist dafür aber sehr freundlich.

Amsterdam Café Winkel 43 Appeltaart Apfelkuchen NoordermarktDie Appeltaart von Winkel 43 beim Noordermarkt ist berühmt und wird überall gelobt. Deswegen führte auch für mich kein Weg daran vorbei und ich probierte sie in dem netten kleinen, aber bei Regenwetter vollkommen überfüllten, hübschen Café. Allerdings kann ich mich der allgemeinen Begeisterung nicht wirklich  anschließen. Der Apfelkuchen ist gut, aber sogar ich kann besseren, wenn auch optisch weniger eindrucksvollen backen. Und ich würde einen rheinischen Riemchenkuchen mit Apfelmus jederzeit diesem Kuchen vorziehen. Aber das ist ja glücklicherweise alles Geschmacksache, und Winkel 43 wird auch weiterhin begeisterten Gästen den Apfelkuchen servieren können. Ich werde bei meinem nächsten Besuch einfach auf die Suche nach einem (Apfel-)Kuchen gehen, der mir besser schmeckt. Die Reise ist ja bekanntlich das Ziel. Daher solltet ihr den Kuchen am besten einfach selber probieren.

Für den kleinen und großen Hunger
Amsterdam De Pijp Restaurant TrustObwohl ich mich wirklich bemüht habe, habe ich es bisher nicht geschafft, auch nur einmal am Trust auf der Albert Cuypstraat 210 vorbeizulaufen, während es geöffnet war. Denn hier gilt das Motto „Open unless closed.“. Das Projekt funktioniert auf Vertrauensbasis, was bedeutet: Pay as you feel. Jeder bezahlt so viel, wie er kann und wie er mag. Und irgendwann werde ich es bestimmt einmal schaffen, das Essen im Trust auszuprobieren. Ganz sicher.

Amsterdam De Pijp Restaurant De Stadskantine

Gutes Essen auch für den kleinen Geldbeutel und netten Service bietet De Stadskantine auf der Van Woustraat 120. Für 8,85 € gibt es in der kantinenartigen, aber dennoch gemütlichen Atmosphäre wechselnde, frisch zubereitete Abendessen, die man auch mitnehmen kann. Barzahlung ist übrigens nicht möglich (würde ich über einen Laden in Deutschland schreiben, wäre es wohl eher andersherum, aber wir kommen in dieser Hinsicht sicher auch noch irgendwann im 21. Jahrhundert an).

Amsterdam De Pijp Burger The ButcherBurgerfreunden empfehle ich The Butcher. In dem kleinen, sehr schmalen und meist recht vollen Burgerimbiss kann man den Köchen hinter einer Glasscheibe bei der Zubereitung der Burger zuschauen. Die Karte bietet über zehn verschiedene Burger, die sich alle hervorragend anhören, die Auswahl fällt also recht schwer. Die Preise für Burger – den Hot Dog und Fish & Chips lasse ich mal außen vor – bewegen sich zwischen 6,50 € für einen Veggie Burger und 11,50 € für „The Daddy“, Burger mit 250 g Aberdeen Angus Rind mit Edamer Käse, Bacon, BBQ Sauce und gegrillten Zwiebeln. Pommes kosten 2,80 €.

Amsterdam De Pijp afrikanisches Restaurant AzmarinoMein absoluter Favorit ist aber ein ostafrikanisches Restaurant, das Gerichte aus Eritrea und Äthiopien anbietet: das Azmarino. Bei meinem Besuch ist es vollkommen leer – häufig kein gutes Zeichen, doch ich bin ja bekanntlich recht abenteuerlustig. Und in diesem Fall wird die Abenteuerlust belohnt. Neben je einem afrikanischen Kokos- und Mangobier für 3,50 € (ja, etwas süßer und sicher eher etwas für die Damen, sonst eher auch nicht mein Geschmack, aber gut und in diesem Fall passend), das in Kalebassen serviert wird, bestelle ich Yezom-beyaynetu (14 €), Kürbissauce mit abessinischen Gewürzen, Spinat mit einer würzigen Eiersauce und Kichererbsen mit Koriandersauce und frischem Käse, zu dem Injera, afrikanisches gesäuertes Fladenbrot, gereicht wird.

Alles ist sehr, sehr lecker. Ich genieße es, die Leckereien wie in Afrika üblich mit den Händen zu essen. Als ich schließlich das Restaurant verlasse, bin ich begeistert und rundum glücklich. Das macht auch die freundliche Bedienung sichtbar glücklich. Ich behaupte mal: ein gelungener Abend für uns alle.

Zu Teil 2 – Märkte, Bier und Street Art

English summary
Amsterdam is worth a visit. Always. You know that, I  know that – but if your looking for some off the beaten path dining and sightseeing recommendations I have them for you!

As I prefer staying in small authentic places, I’m a big fan of Airbnb. Staying in the middle of the city center can be too lively, so I prefer districts like De Pijp. It’s still lively, but not boring. I rented a small, but cozy room on Govert Flinckstraat from Wendela and her family that I can highly recommend.

While Wendela doesn’t offer breakfast, it’s not a problem as there are many nice breakfast places nearby. You can grab something savory at Bagels & Beans, which has multiple locations in Amsterdam, or head to Two for Joy for a nice breakfast, cake, or good coffee – they have two locations on Haarlemmerdijk and Frederiksplein.

I tried the highly recommended Appeltaart (apple pie) from Winkel 43 and was not impressed. However, I still want to find an Appeltaart I really enjoy, so I’ll try somewhere else next time. But try Winkel 43 anyway or / and hunt for your favorite somewhere else. If you have one already, I would be happy if you share where in the comments section.

Close Wendela’s home is Trust, a restaurant that’s hours are listed as “open unless closed.” I am intrigued by it’s „pay as you feel concept,“ but have never been able to get there when it’s open. I still hope to try it someday.

Head to De Stadskantine for good food for little money. While it looks like a canteen, it has friendly service and a cozy feel. You get your meal at the bar counter, all meals are only 8.85 € (please note cards only, no cash accepted).
If you like a burger try The Butcher, it’s a small snack bar that offers ten plus burgers from 6.50 to 11.50 €.

My favorite meal in Amsterdam was African food at Azmarino. I really enjoyed the cocos and mango beer (maybe a bit girly, but lovely nonetheless) for 3.50 € served in calabashes. They offer a variety of dishes with or without meat, all served with the traditional sour bread Injera. Wonderful food, and a lovely service – perfect ingredients for a great evening.

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3 Gedanken zu “Kurztrip nach Amsterdam – Teil 1: Unterkunft, Kaffee und andere Leckereien

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