Düsseldorf Oberkassel Restaurant Dorfstube schwäbisch Brotzeit

Kurz und knapp: Weihnachtsmärkte, Asiatisches und Bier

Düsseldorf Sushi Maruyasu Carsch Haus DelikatessaSchon wieder sind zwei Wochen vorüber. Und wieder waren sie hauptsächlich voll kulinarischer Erlebnisse. War ich in den beiden Wochen davor vor allem frühstücken, vietnamesisch, äthiopisch, irgendwie amerikanisch und elsässisch essen – okay, Gin und eine Weihnachtsfeier auf dem Schiff gab es auch – war es in den vergangenen Wochen, äh ja, ein ebenso bunter Mix. Viele wunderbare süße Köstlichkeiten, etwas Asiatisches, ein Hauch Schwäbisch, Bier und jede Menge Adventszeit. Aber auch ein Konzertfilm und eine Stadtführung, die mich sehr berührt hat.

Freie Tage muss man feiern wie sie fallen. Und so habe ich die Mittagszeit meines freien Tages mit einer typischen Düsseldorfer Spezialität gefeiert: mit Sushi. Nach einigen Erledigungen in der Innenstadt, bevor die Vorweihnachtszeithölle sich auch über die Werktage ausweitet, belohnte ich mich mit einem Besuch bei Maruyasu im Food Court des Carsch-Hauses, Delikatessa. Goma-Tuna, mit wunderbar leicht scharfem, in Spezials0ße mariniertem Thunfischtatar, Kimchie Chumaki, Sake Teriyaki Chumaki und Thunfisch Maki haben mich davon überzeugt, dass ich nun doch häufiger bei einer Maruyasu-Filiale vorbeischauen muss.

Düsseldorf Medienhafen Restaurant Prickynoo ThailänderAb und zu möchte auch die Familie zu ihrem (wohlverdienten) Recht kommen. Und so ließ ich den freien Tag bei einem nicht weniger köstlichen thailändischen Essen und einem Kinobesuch mit meiner Mutter ausklingen. Im angenehm gemütlichen, nicht asiatisch überdekorierten Prickynoo konnten wir vor unserem geplanten Kinobesuch noch ein wenig schlemmen. Während meine Mutter sich für Guai Tiow Ladnaa (12,50 €), gebratene Bandnudeln, scharf, mit Hühnerfleisch, Garnelen, Tintenfisch und frischem Gemüse in Knoblauchsoße entschied, wählte ich Pla Meuk Pad Prik (15 €). Der Sepia, zweimal gebraten, mit frischem Chili, Knoblauch, Basilikum, Strohpilzen, Zitronenblättern, Grünem Pfeffer, Bambus, Paprika und Roter Curry Paste war sehr, sehr lecker und angenehm mittelscharf.

Der nette Service brachte unsere Bestellung nach relativ kurzer Zeit und alles schmeckte so gut, dass ich es sehr bedauere, dass das Restaurant Prickynoo für mich etwas ungünstig liegt. Aber… gutes Essen ist eigentlich immer ein Grund für einen Umweg.

Oder eben auch ein Kinobesuch. Ein ganz besonderer Kinobesuch. Nachdem ich bereits Oper und Ballett im Kino gesehen habe, wurde es Zeit für ein Konzert. Und da meine Mutter ein großer Queen-Fan ist, musste es am 23. Todestag von Freddie Mercury und dem 33. Jahrestag des Montreal-Konzertes natürlich „Queen Rock Montreal“ sein.

Um es kurz zu machen: Es war interessant zu sehen, wie anders Megakonzerte inzwischen sind. Lebte das Queen-Konzert damals vor allem von der extrovertierten Person Mercurys, jagt heute ja fast immer ein Effekt den anderen. Erstaunlich fand ich zudem, wie gelungen die drei starken Charaktere Mercury, Taylor und May recht ausgeglichen die „Rampensau“ geben konnten, ohne sich in die Quere zu kommen. Auch wenn es ohne Frage ein gutes Konzert war, wage ich zu bezweifeln, dass ein Konzert solcher Art heutzutage auf ebenso große Begeisterung stoßen würde.

Düsseldorf Medienhafen Brauhaus Restaurant Eigelstein KölschZwischen Essen und Kino ist bekanntlich fast immer noch Zeit für ein Bier. Deshalb habe ich zum ersten Mal das Eigelstein im Medienhafen betreten und dort ein Kölsch getrunken. Von der brauhaustypischen Lärmkulisse einmal abgesehen, ist es ein wirklich netter Laden. Besonders die Speisekarte hat mich beeindruckt. Etwa gab es noch bis zum Nikolaustag ein günstiges Gänsemenü, das sich extrem gut anhörte. Aber auch Sauerbraten, Burger und diverse andere Brauhausspezialitäten lesen sich so gut, dass ich wohl bald einmal für mehr als nur ein Kölsch beim Eigelstein vorbeischauen muss.

Düsseldorf Oberkassel Restaurant Dorfstube schwäbisch StubeAm Wochenende dann das nächste Essen in einem Stadtteil, in dem man mich noch seltener findet als im Medienhafen. Die Dorfstube liegt mitten in Oberkassel und bietet schwäbische Spezialitäten zu den für den wohlhabenden Ortsteil üblichen nicht extrem günstigen Preisen. Was ich an der Dorfstube besonders mag, sind die verschiedenen gemütlichen mehr oder weniger kleinen Stuben. Sie vermitteln den Gästen das Gefühl, als säßen sie tatsächlich in einem Gasthof im Süden Deutschlands. Richtig kuschelig ist es hier vor allem in der Vorweihnachtszeit. Genauer gesagt: extrem voll.

Düsseldorf Oberkassel Dorfstube Crème burûlée ZiegenkäseWas meine Begleitung und mich aber nicht daran hinderte, jeweils zwei Gänge zu bestellen. Vor allem die Vorspeise überzeugte uns vollkommen: Crème brûlée vom Bio-Ziegenkäse mit Rosemarin-Honig-Schaum (9,50 €). Ein Gedicht, wenn auch ein extrem sättigendes. Die Cherrytomaten auf der Crème sahen zwar hübsch aus, waren aber wohl nur Deko, denn geschmacklich passten sie überhaupt nicht und blieben bei uns beiden auf dem Teller liegen. Aber die Crème brûlèe ist wie gesagt ganz großartig und kaum zu beschreiben. Am besten reserviert ihr einfach einen Platz in einer schnuckeligen Stube und probiert selber.

Auch meine Gans schmeckte gut, allerdings habe ich schon bessere gegessen. Die Klöße waren so gut wie nicht gesalzen und somit blieben auch sie auf meinem Teller liegen. Meine Begleitung wählte zwei Wiener Schnitzel von der Kalbsoberschale mit Kressekartoffelstampf (19,80 €) und war damit sehr glücklich beziehungsweise mit dem Letzteren zumindest zufrieden.

Im Anschluss gönnten wir uns noch ein Alt im gegenüberliegenden „Alter Bahnhof„. Mal wieder eine Düsseldorfer Gastronomie, die ich noch nie besucht habe, die ich aber sehr nett finde. Wie es sich für ein Brauhaus gehört, ist auch es auch im „Alter Bahnhof“ gemütlich rustikal, die Speisekarte machte mich auch hier neugierig aufs Essen und das Bier schmeckte gut. Die besten Voraussetzungen, dass ich hier irgendwann einmal auch etwas essen gehe – wenn ich mal wieder in Oberkassel bin.

Düsseldorf Carlstadt Patisserie Pure Freude Konfisserie Kuchen Eines meiner „Kurz und knapp“-Highlights – und das der Freunde, denen ich diese Köstlichkeiten mitgebracht habe – waren aber die kleinen Meisterwerke der Patisserie Pure Freude aus Carlstadt. „Royal“ mit Karamellcrème und weißer Schokolade (5,80 €) hat uns alle schon sehr begeistert. Aber das Schokoladentörtchen „Le Mint“ (5,80 €) mit einem herrlichen Minzgeschmack sorgte am ganzen Tisch für verzückt verdrehte Augen und begeisterte Seufzlaute. Auch die vier Macaronsorten (Schokolade, Passionsfrucht, Pistazie und die wirklich wunderbare Sorte des Monats: Honig-Karamell) von Pure Freude fanden regen Anklang. Wenn sich der Weihnachtstrubel gelegt hat, muss ich unbedingt wieder einmal das kleine, gemütliche Café im Hinterhof vom Ladenlokal besuchen und dort ein Törtchen genießen. Oder zwei.

Der Kontrast zu meinem nächsten Thema könnte kaum größer sein. Ging es bei der Stadttour, an der ich teilgenommen habe, doch um Obdachlosigkeit und das Leben bedürftiger Menschen in Düsseldorf. Mich hat die Führung „Straßenleben“, organisiert von der Obdachlosenzeitung fiftyfifty und dem Kulturzentrum ZAKK, durchgeführt von zwei ehemaligen Wohnungslosen, sehr berührt. Sollte euch das Thema interessieren: Ich habe einen, nun ja, längeren Artikel darüber geschrieben.

Kurz nach der Eröffnung des Düsseldorfer Weihnachtsmarktes zeigte ich einer Freundin den Sternchenmarkt, der wie immer sehr, sehr voll war. Ich erwähne diesen an sich nicht besonderen Besuch nur deshalb, weil ich dabei sein durfte, als sie den ersten Glühwein ihres Lebens probierte. Und – ehrlich gesagt war ich erleichtert – sie mochte ihn.

Köln Ehrenfeld Street Food Festival Jack in the BoxDas zweite Street Food Festival in Köln hat mich mal wieder in unsere Nachbarstadt geführt. Auch hier konnte ich wie in Düsseldorf weit vorne in der Schlange stehen. Allerdings wäre das gar nicht nötig gewesen, wie sich später beim Verlassen des Geländes zeigte – kaum Wartende, keine nennenswerte Schlange.
Da mich beim letzten Mal in Düsseldorf das Cidre Steak von Comptoir du Cidre so begeistert hat, führte unser erster Weg erneut dorthin. Leider waren drei von vier Portionen nicht so wunderbar zartrosa wie in Düsseldorf. Aber trotzdem war das Fleisch herrlich zart und das Geschmackserlebnis ein ganz besonderes.

Wunderbar war auch der Tipp einer Freundin, den Kimchi Ramen Burger von Fräulein Kimchi zu probieren. Zuerst hatte ich den Eindruck, dass Fleisch und Ramen nicht genug gewürzt seien. Aber bereits nach ein, zwei Bissen war klar, dass das Kimchi alles perfekt ausbalancieren konnte. Danach brummten meine Begleitung und ich eigentlich nur noch hochzufrieden vor uns hin. Gutes Essen ist einfach wunderbar.

Von Köln aus machten wir uns auf den Weg nach Korschenbroich. Genauer gesagt nach Korschenbroich-Liedberg. In dem Stadtteil mit den idyllischen Fachwerkhäuschen findet jedes Jahr an einem Wochenende ein Weihnachtsmarkt statt. Und da ich einigen Freunden zeigen wollte, dass der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt nicht unbedingt das ist, was Deutsche unter einem „richtigen“ Weihnachtsmarkt verstehen, bot sich hier die perfekte Gelegenheit für uns.

Nachdem auch hier ein erster Glühwein sowie Reibekuchen probiert und für gut befunden wurden, schlenderten wir über den Markt, ein typischer Weihnachtsmarkt in einem kleinen deutschen Ort. Trotzdem waren meine Begleitungen begeistert. Die Angebote in einigen Buden waren zwar nicht unbedingt für jeden interessant, dafür aber eben original. Von einem Stand bekam ich einen meiner Begleiter fast nicht mehr weg: Die tollen Objekte der Holzmanufaktur SoniWood hatten es ihm besonders angetan.

Korschenbroich Liedberg Burghof Bauernmarkt Doch letztendlich konnte er sich losreißen. Bevor wir nach Hause gingen, besuchten wir aber noch den Liedberger Burghof. Dort werden Äpfel und anderes Obst sowie Gemüse, Säfte, Schnäpse, Eier, Milch- und Fleischprodukte verkauft. Selbstverständlich aus der Region. Der Bauernladen ist in einer alten Scheune untergebracht, was dem Laden so einen typisch ländlichen Touch verleiht. Das mögen auch die Kunden und so ist war er an diesem Abend gut besucht. Vor der Kasse bildete sich eine lange Schlange und auch wir stellten uns an. Saft von Van Nahmen (3,95 €), ein kleines Fläschchen Eierlikör (5,80 €) und naturtrüber Apfelsaft (1,53 €) direkt vom Hof wanderten in meinen Einkaufsbeutel. Meine Begleiter kauften Blutwurst im Glas und diverse andere Kleinigkeiten. Fazit: Ein leckerer Besuch in einem hübschen Dörfchen.

In der letzten Woche gab es in unserer Firma bereits das traditionelle Weihnachtstütchen für jeden Mitarbeiter. In diesem Jahr waren es nicht mehr Lindt-Produkte wie in den Vorjahren, sondern verschiedene Leckereien aus der Region, ein kleines Backbuch und eine Ausstechform. Ich habe mich vor allem über ein Glühwein-Gewürz von Spirit of Spice aus Willich und zwei Produkte von Passione aus Mönchengladbach gefreut.

Während das Mango-Chutney noch auf seinen ersten Einsatz wartet, hat mich die Bratapfelmarmelade so überzeugt, dass das Glas bereits fast leer ist. Von dem angenehmen Zimt- und fruchtigen Apfelgeschmack kann ich gar nicht genug bekommen. Ein gelungenes Geschenk.

Außerdem war ich auf einem Junggesellinnenabschied. Eigentlich habe ich ihn sogar organisiert. Wer mich kennt oder hier bereits eine Weile mitliest, der weiß, dass es also kein Abend mit Strippern, (zu viel) Alkohol und seltsamen Kostümen war. Bei uns war das Ganze sowohl etwas weihnachtlich als auch sehr köstlich.

Und zum Ende der Woche habe ich mich dann auch endlich mal wieder angestellt. Also im Sinne von eingereiht. In die Schlange zum ersten veganen Weihnachtsmarkt in Düsseldorf. Wer mehr darüber erfahren möchte: Bitte hier entlang.

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