Ein warmes Zuhause in Edinburgh: Ronas Airbnb-Zimmer

Edinburgh Scotland airbnb RonaEine Woche Edinburgh. Im Frühjahr. Aufgrund der Wetterverhältnisse vermutlich nicht meine beste Idee. Und beim nächsten Mal überlege ich mir ganz genau, zu welcher Jahreszeit ich die schottische Hauptstadt besuche. Aber dennoch ist Edinburgh eine Reise wert. Die Unterkunft bei Rona ist in meinem Fall sicherlich ebenfalls ein Grund dafür. Nicht weit von der Innenstadt und der Royal Mile entfernt, aber dennoch ruhig gelegen, fühlt man sich dort schnell wohl. Dank Ronas herzlicher Art wird das kleine Haus bald zu einer Art Zuhause in der in meinem Fall geradezu winterlich-unwirtlichen Fremde.

Das Zimmer im Erdgeschoss, das Rona über Airbnb anbietet, ist zwar klein, bietet aber genug Platz für die Kleidung einer Woche. Gemütlich ist es auch. Was will man mehr? Ganz klar: Ein Bad für sich alleine. Das gibt es zwar nicht direkt nebenan, aber trotzdem nur wenige Meter entfernt die Treppe hoch.

Edinburgh Schottland Airbnb RonaDas Beste an diesem Bad: Es verfügt über eine Badewanne! Nach einem Tag im zermürbend-feinen schottischen Nieselregen, durchgefroren und übermüdet gibt es kaum etwas, auf das ich mich mehr freue, als auf ein heißes Bad in meiner Unterkunft.
Ich weiß zwar nicht, wo sich das Bad von Rona und ihrem Mann befindet, aber Tatsache ist: Dieses Bad ist mein Reich und ich plansche so lange im heißen Wasser bis ich wieder aufgetaut und bereit für die abendliche Erkundung der Stadt bin. Selten habe ich eine Badewanne als solch einen geradezu dekadenten Luxus empfunden wie während meines Aufenthaltes in Edinburgh.
Morgens mache ich mich gemütlich fertig. Die abfahrenden Autos auf dem Hof der kleinen mit einem großen Tor gesicherten Hinterhofsiedlung mit etwa 15 Häusern wecken mich eher selten. In der Küche steht fast alles zu meiner freien Verfügung.

Schade, dass das Wetter so schlecht ist. Sonst könnte ich auf der kleinen Terrasse frühstücken oder einfach abends bei einem leckeren Bier gemütlich ein gutes Buch lesen. Aber die Terrasse ist auf jeden Fall ein zusätzliches Argument für diese Unterkunft.

Arthur’s Seat ist nicht fern und mit den unzähligen Restaurants und Geschäften der Clerk Street stehen mir nach einem kurzen Fußweg etliche kulinarische Möglichkeiten zur Verfügung. Direkt um die Ecke gibt es zudem das indische Restaurant Kismot, das sehr gut zu sein scheint. Leider schaffe ich es aus verschiedenen Gründen trotz mehrerer Anläufe einfach nicht, es zu besuchen. Dafür statte ich aber dem Great Grog Bottle Shop einen Besuch ab, der über eine sehr gute Auswahl an hervorragenden Bieren und auch anderen Getränken verfügt – mein Gepäck scheint auf wundersame Weise einmal doppelt so schwer geworden zu sein.

Edinburgh Schottland Airbnb RonaWährend meines Aufenthaltes beantwortet Rona geduldig alle meine Fragen, gibt mir Tipps und hat wahnsinniges Mitleid mit mir, dass ich so ein furchtbares Wetter erwischt habe. Um mich etwas aufzubauen hilft wie so oft eigentlich nur eins: Essen – und das beginnt bereits morgens mit einem ersten Frühstück. Rona hat mir gezeigt, was ich aus dem Kühlschrank verwenden kann: Aufschnitt, Käse, Marmelade und Joghurt, auch Toast, Kaffee und Tee sind in ausreichenden Mengen vorhanden.

Rona ist bereits auf dem Weg zur Arbeit, oben arbeitet ihr Mann bereits in seinem Büro – ihn bekomme ich, außer wenn ich abends heimkehre, nicht zu Gesicht. Ich habe alle Zeit der Welt, um mir mein Frühstück zuzubereiten und gemütlich in dem schönen Wohnzimmer zu verzehren. Entspannt und lecker, so muss ein Urlaubstag beginnen.

Zum Ende meines Aufenthaltes wird es doch noch unentspannt: Germanwings streikt und ich muss einen Tag länger in Edinburgh bleiben. In fast jedem anderen Urlaub habe ich davon geträumt, einen Extratag geschenkt zu bekommen. Aber dieses Mal nicht. Ich fühle mich unwohl, bin bereits nach einem Tag krank und friere durchgängig. Ich will nur noch nach Hause. Zu allem Überfluss ist das Zimmer bereits wieder vermietet.

Aber Rona ist ein Schatz: Sie gibt mir ein paar Tipps für Unterkünfte in der Nähe des Flughafens – um die bisherigen Unannehmlichkeiten zu krönen, muss ich nämlich auch noch um 6.30 Uhr fliegen. Als Rona mir dann noch anbietet, mich zum Hotel zu fahren und dafür nicht einmal Geld annehmen möchte, bin ich endgültig überzeugt: Rona ist eine wunderbare Gastgeberin. Und sollte ich jemals wieder nach Edinburgh fliegen, ist ihr Zimmer meine erste Wahl.

 

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