Indiebookday 2014: Aktion für unabhängige Verlage

Indiebookday 2014Gestern war Indiebookday. Und weil ich die Aktion sehr schön finde, möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz darauf hinweisen. Denn den Aktionstag, der 2013 zum ersten Mal stattfand, gibt es hoffentlich auch im kommenden Jahr noch. Initiiert hat die Aktion der Mairisch Verlag aus Hamburg. Dahinter steckt die Idee, unabhängige, kleine Verlage zu unterstützen, beziehungsweise auf sie und ihre Programme aufmerksam zu machen.
Schließlich wäre es schade, wenn diese „Indie“-Verlage von der Bildfläche verschwänden und damit die Vielfalt des deutschen Buchmarktes extrem beeinträchtigt würde.

Ich finde, am Indiebookday sollte man konsequenterweise auch kleine und unabhängige Buchhandlungen unterstützen. Das habe ich leider nur zum Teil erfüllt. Obwohl das sich in Familienbesitz befindende Buchhaus Sternverlag in Düsseldorf laut Börsenblatt als größte Buchhandlung Deutschlands gilt, habe ich doch zumindest bewusst einen Bogen um die großen Buchhandelsketten gemacht. Außerdem fühle ich mich als ehemalige Studentin der Heinrich-Heine-Universität dem Sternverlag irgendwie noch verbunden. Trotzdem werde ich beim nächsten Mal einem kleinen Buchladen eine Chance geben.

Allerdings bin ich beim Sternverlag hervorragend beraten worden – wenn ich auch bei einem Buch meiner Wahl nicht die günstigere Taschenbuchausgabe angeboten bekam, was ich an dieser Stelle doch kurz monieren möchte. Ansonsten lief aber alles prima: Ich habe der sehr netten Mitarbeiterin erklärt, was ich nicht mag (nämlich diese flache (Geschichts-)Belletristik und Bücher mit ebensolchem Humor) und was ich mag (gute Biografien, intelligente Krimis, ebenso intelligenten, gerne schwarzen Humor, spannende und interessante Sachbücher und Geschichten). Daraufhin hat sie mir einige Bücher empfohlen, die eigentlich alle ziemlich gut klangen.

Indiebookday 2014 BücherkaufEntschieden habe ich mich letzten Endes dann aber für „Tanz der seeligen Geister“ von Alice Munro. An sich bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten. Die freundliche Mitarbeiterin jedoch ebenfalls nicht. Das passte dann also schon einmal. Sie findet, dass jede ihrer Erzählungen, egal wie kurz oder lang, so dicht ist, dass man nichts vermisst. Ehrlich gesagt hätte ich ohne den Indiebooksday vermutlich nie ein Buch von Frau Munro gekauft. Ich finde es nämlich ziemlich albern, Bücher nur deshalb zu kaufen, weil der Autor oder die Autorin gerade einen Nobelpreis gewonnen hat.

Das zweite Buch ist „Troubles“ von James Gordon Farrell, bei dem ich zunächst etwas skeptisch war. Laut der Buchhändlerin ist es aber nicht die Art Historienschinken, den ich nach den ersten Sätzen des Rückentextes zuerst vermutete. Ich erwarte nun also ein interessantes, ungewöhnliches Buch mit eher britischem Humor. Das ist eindeutig etwas, auf das man sich freuen kann.

Meine Indiebookday-Ausbeute ist also eine durchaus spannende Sache geworden und ich bin neugierig, ob die Bücher halten, was mir quasi versprochen wurde. Egal, wie es auch ausgehen mag: Im nächsten Jahr ziehe ich zum Indiebookday wieder los und kaufe mindestens ein Buch. Und vermutlich werde ich in den zwölf Monaten dazwischen bei meinen Bücherkäufen ebenfalls häufiger darauf achten, mir das Angebot der unabhängigen Verlage genauer anzuschauen.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Indiebookday 2014: Aktion für unabhängige Verlage

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s