Probierecke: Fluffiges aus der Kekswerkstatt

Kekswerkstatt Tasse Keks-HalterAls ich beim Foodcamp in Bonn in der Sweetup-Session erstmals die Kekse der Kekswerkstatt probieren konnte, war ich begeistert. Normalerweise bin ich eigentlich kein großer Keksfan. Sie sind okay, manche sehr lecker – vor allem natürlich die mit Schokolade – manchmal habe ich auch einen „Keksheißhunger“, aber große Begeisterungsstürme entlocken sie mir nur selten. Bei diesen Keksen war es jedoch anders. Und so bat ich die Reutlinger, mir einige Kekse zum Probieren zukommen zu lassen, damit ich mehr Sorten testen und darüber schreiben konnte.

Die Antwort der Kekswerkstatt ließ nicht lange auf sich warten. So erhielt ich einen Tag bevor ich zu einem Kurztrip nach Amsterdam startete ein Päckchen aus Baden-Württemberg. Da ich die Kekse in Ruhe genießen und nicht als Reiseproviant missbrauchen wollte, ließ ich sie vorerst unausgepackt liegen. Nach meiner Rückkehr war einiges los, sodass ich erst nach knapp einer Woche mit der Verkostung loslegen kann.
In Bonn habe ich die Schwarzwälder-Kirsch-Kekse (7,95 €) probiert, die unglaublich lecker und saftig waren. Gerade Letzteres ist bei Keksen ja leider eher selten. Alle Preise, die ich hier nenne, beziehen sich übrigens auf 20 Kekse und etwa 300g*, sofern nicht anders angegeben. Lecker und fast ebenso saftig waren aber auch die Schoko-Chili-Kekse (7,45 €), die halten, was der Name verspricht und wirklich scharf sind. Erstaunlicherweise haben mir die Schwarzwälder-Kirsch-Kekse etwas besser geschmeckt.

Aber nun zu meinem kleinen Probierpaket (4×4 Kekse, ca. 240g, 8,95 €), dem Elena von der Kekswerkstatt außerdem eine „Keks-Tasse“ und einen „Keks-Halter“ beigelegt hat. Ich beginne mit laktosefreien Apfelstrudel-Keksen (7,95 €). Nachdem sie bereits eine Woche in der Wohnung gelegen haben, sind sie trotz der Verpackung natürlich nicht mehr ganz so frisch und fluffig wie die Kekse, die ich auf dem Foodcamp verkosten konnte. Trotzdem lassen sie noch etwas von der (vermutlich) ursprünglichen Saftigkeit erahnen. Allerdings zerbröseln sie ein wenig. Das kann aber auch daran liegen, dass sie neben Apfelstückchen zudem Mandelstückchen und Rosinen, also viele „größere“ Zutaten enthalten. Der Zimtgeschmack ist relativ stark, aber nicht zu dominant. Auch die Mandeln sind klar rauszuschmecken. Laut der Angabe auf der Internetseite (auf der Verpackung ist das nicht angegeben) enthalten die Kekse noch Cornflakes, wovon ich aber nichts merke. Sie erinnern mich zwar nicht unbedingt an Apfelstrudel, eher an frischen Apfelkuchen, was aber natürlich nichts daran ändert, dass sie lecker sind.

Kekswerkstatt ProbierpaketWeiter geht es mit einem anderen Obst: Banane – und Zartbitterschokolade (juhu!). Die Banana-Split-Kekse (7,95 €) schmecken, wie man es bei diesem Namen ja auch irgendwie erwartet, ziemlich „bananing“. Die kleinen Schokostückchen dazu sind geschmacklich eine wirklich feine Sache. Die Bananenstücke sind allerdings ein bisschen zu hart für meinen Geschmack. Aber als ich den letzten Keks eine weitere Woche später esse, ist davon nichts mehr zu spüren. Auch diese Sorte enthält übrigens Mandelstückchen.

Nun zu etwas „Herzhafteren“. Ich schreibe das in Anführungszeichen, da der Schokoteig mit großen Haselnussstücken durchsetzt ist und das Ganze überraschenderweise nicht besonders süß schmeckt. Die „Kekse zu Prickelndem“ (7,45 €) enthalten außerdem noch Cornflakes, wovon ich aber abgesehen von krisprigen Geräuschen beim Kauen nicht allzuviel merke. Da ich in der Fastenzeit auf Alkohol verzichten möchte, kann ich leider nicht ausprobieren, ob der Keks wirklich zu Sekt und Co. passt. Allerdings kann ich es mir gut vorstellen. Schließlich habe ich als Bierbotschafterin dafür schon ein bisschen Gespür – glaube ich. Ansonsten schmecken sie gut, sind ein wenig trockener als die anderen Kekse und selbstverständlich dominieren die Haselnüsse. Der Schokoteig bildet einen interessanten Kontrast zu dem sonst auch geschmacklich eher trockenen (das meine ich hier in der Tat im Sinne von dry und nicht negativ) Keks.

Kekeswerkstatt ProbierkekseDas vermeintlich Beste habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Als ich die Plastiktüte öffne, strömt mir bereits eine köstliche Schokoladenduftwolke entgegen. Hach! Kein Wunder, denn nun probiere ich Triple-Schoko-Kekse. Drei Schokosorten – Vollmilch-, Zartbitter- und weiße Schokolade – lassen mich verzückt die Augen verdrehen. Und ich schmecke Schokolade, Schokolade, Schokolade und Schokolade. Der Grundteig ist nämlich ebenfalls schokoladig-süß. Der richtige Keks für einen Schokojunky wie mich. Der perfekte Keks für traurige Tage. Und der perfekte Keks für richtig gute Tage. Eben ein Keks für jeden Tag. Sabber.

Für alle, denen es noch nicht vollkommen klar geworden ist, hier nun meine „Rangliste“: Einen vierten Platz gibt es nicht, denn sowohl der Apfelstrudel-Keks als auch der „Keks zu Prickelndem“ haben mich zwar nicht total begeistert, sind aber sehr lecker und je nach Appetit (und Getränk) an dem einen oder anderen Tag durchaus der passende Keks. Dann folgt der Banana-Split-Keks: Obwohl er für meinen Geschmack einen Tick zu sehr nach Banane schmeckt, gleicht die Zartbitterschokolade das gut auch. Außerdem mag ich sowohl Bananen als auch Zartbitterschokolade sehr gern, vor allem in Kombination. Der erste Platz ist ziemlich klar. Viel ist manchmal zu viel. In diesem Fall ist es das nicht. Viel Schokolade kann einfach nicht verkehrt sein und macht den Triple-Schoko-Keks zu meinem Favoriten.

Übrigens: Das Besondere an der Kekswerkstatt sind nicht (nur) die leckeren Kekse. Freunde des kleinen Gebäcks können sich dort ihren Lieblingskeks individuell zusammenstellen und zusenden lassen. Auch eine schöne Geschenkidee für entfernt lebende Freunde, wie ich finde.

Zutaten und Grundpreise der einzelnen Sorten
Apfelstrudel-Keks, Grundpreis 26,50 €/kg*
Zutaten: Dinkelmehl, Ei, Margarine, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Äpfel, Zimt, Mandeln, Cornflakes (Angaben von der Internetseite von Kekswerkstatt, abweichend auf der Packung angegeben: Weizenmehl, Ei, Butter, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Apfel, Mandeln, Zimt, Rosinen)
Banana-Split-Keks, Grundpreis 26,50 €/kg*
Zutaten: Dinkelmehl, Ei, Margarine, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Zartbitter-Schokolade (enthält geringe Mengen Laktose), Banane, Vanille, Mandeln (Angaben von der Internetseite von Kekswerkstatt, abweichend auf der Packung angegeben: Weizenmehl, Ei, Butter, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Zartbitterschokolade, Mandeln, Banane, Vanille)
Keks zu Prickelndem, Grundpreis 24,83 €/kg*
Zutaten: Weizenmehl, Kakao, Ei, Butter, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Cornflakes, Vanille, Haselnuss
Triple-Schoko-Keks, Grundpreis 26,50 €/kg*
Zutaten: Weizenmehl, Ei, Butter, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Vollmilchschokolade, Zartbitterschokolade, Weiße Schokolade, Kakao
Schwarzwälder Kirsch-Keks, Grundpreis 24,83 €/kg*
Zutaten: Weizenmehl, Kakao, Ei, Butter, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Zartbitterschokolade, Kirsche, Haselnuss, Vanille
Schoko-Chili-Keks, Grundpreis 24,83 €/kg *
Zutaten: Weizenmehl, Ei, Butter, Zucker, Salz, Vanillearoma, natürliches Zitronenaroma, Zartbitterschokolade, Chili, Kirsche
*Alle Informationen zu Zutaten, Mengen und Preisen habe ich von der Internetseite der Kekswerkstatt, sofern ich nichts anderes angegeben habe.
 
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