Leckereien für heiße Tage

Tomaten mit Kapern und MozarellaMir ist heiß. Und deshalb mag ich in dieser Woche irgendwie auch nichts schreiben. Und kochen schon gar nicht. Hunger habe ich natürlich trotzdem, wie sollte es anders sein. Aber irgendwie mag ich nichts Warmes essen. Salat esse ich aber gar nicht, von Joghurt werde ich nicht satt und für die meisten Suppen gilt das gleiche. Es ist ein Dilemma. Und außerdem ist es heiß. Aber das erwähnte ich bereits.

Glücklicherweise habe ich einige Rezepte – ein paar davon verdienen tatsächlich diesen Namen – die ich während warmer Phasen sehr gerne ausprobiere. Vielleicht schmecken sie Euch ja auch, Ihr kennt sie bereits oder Ihr kennt bessere (dann wären Hitzefuttertipps in den Kommentaren ganz toll, die Aussicht auf mehr Rezepte ist nämlich der eigentliche Grund, warum ich mich heute doch zum Schreiben überwinden konnte).

Tomatensalat mit Kapern
Noch mal. Bitte lacht nicht: Ich esse wirklich keinen Salat. Und keine rohen Tomaten. Na gut, inzwischen esse ich Cherrytomaten, aber mit „normalen“ Tomaten kann man mich tatsächlich jagen. Bei diesem Rezept mache ich aber tatsächlich manchmal eine Ausnahme – wenn ich keine Cherrytomaten oder ähnliches im Haus habe und die Tomaten recht klein geschnitten sind. Zu den Tomaten kommen Balsamicoessig und – ganz wichtig! – Kapern, Salz, Pfeffer, rote Zwiebeln und gerne auch Mozzarella. Alles schön vermischen, dann kommen je nach Appetit noch Basilikum und / oder Parmesan obendrauf. Dazu esse ich meist ein in Olivenöl geröstetes Brot. Wenn ich Lust auf etwas Warmes habe, fülle ich den Salat in eine Auflaufform und lasse ihn im Ofen eine Viertelstunde bei 150 Grad überbacken. Die Kapern und der Balsamicoessig geben den Tomaten eine leckere säuerliche Note, die ich sehr mag und die mich geradezu süchtig nach diesem Snack macht.

Asiatischer Glasnudelsalat
Eines meiner Lieblings“rezepte“: Glasnudeln etwa zehn Minuten in heißem Wasser einlegen. In der Zwischenzeit Gemüse putzen und schneiden. Ich nehme fast immer rote Zwiebeln, Koriander, manchmal zusätzlich Lauchzwiebeln, Shiitake- oder Austernpilze, Paprika und was eben sonst noch so passt. Dann würze ich das Ganze nach Geschmack mit Chili, Sojasauce, Nuoc Mam (Fischsauce, vorsichtig, das ist wirklich nur ein Würzmittel wie etwa Salz, also nicht zu viel nehmen) und Zitronensaft. Wer mag kann Garnelen, Hühnchen-, Schweine- oder Rindfleisch hinzufügen. Ich nehme meistens Hühnchen, weil ich finde, dass das am besten passt. Alle Gewürze und Zutaten vermische ich dann mit den abgegossenen Nudeln und esse sie entweder lauwarm oder kalt. Übrigens auch ein schönes Gericht, um es mit ins Büro zu nehmen.

Obstsalat à la Genussgier
Erfrischender Obstsalat à la GenussgierSchon wieder ein Salat – richtig, Salate mag ich nicht – aber dieser ist wenigstens süß. Obstsalate kennen wir alle und können wir auch alle zubereiten: Obst nach Wahl klein schneiden, eventuell süßen und fertig. Ich süße meinen Obstsalat aber erstens gerne mit Honig, zweitens kommt ab und zu ein Schlückchen Alkohol hinzu (Sekt, Weißwein, Grappa o.ä.), hicks, und drittens zerreiße ich ein paar Pfefferminzblätter und mische sie am Schluss unter das Obst. Schön erfrischend und vor allem mal etwas anderes. Zu Obstsalat gibt es bei mir nie Sahne, bäh, eine Kombination, die gar nicht geht. Entweder esse ich nichts dazu oder Joghurt oder Quark. Davon abgesehen, dass diese Varianten gesünder und kalorienärmer als die Sahne-Variante sind, schmecken sie auch viel frischer.

Bananenshake
Eher eine kleine Mahlzeit als ein Getränk und deshalb bei großer Hitze ein guter Essensersatz. Bananen in den Mixer, dazu Honig nach Belieben, Milch und entweder etwas Kakao oder gleich Chocomel, dann schmeckt es intensiver nach Schokolade. Alles pürieren, ab ins Glas, fertig.

Grießbrei mit frischen Früchten
Kennt Ihr sicher bereits. Ein typisches Omma-Gericht. Und deshalb schmeckt Grießbrei auch immer ein wenig nach Kindheit. Nur ein wenig, denn so gut wie bei meiner Omma geschmeckt hat, schmeckt er natürlich nie. Wir bekamen Grießbrei immer warm oder lauwarm serviert und konnten uns dann so viel Obst darauf schaufeln wie wir mochten bzw. wie wir konnten, ohne dass einer benachteiligt wurde. Mein Favoriten sind auch heute noch gezuckerte und etwas durchgezogene frische Erdbeeren sowie Pflaumen, mit denen ebenso verfahren wurde. Manchmal habe ich Grießbrei einfach nur mit Zimt-Zucker gegessen. Heute koche ich Grießbrei pur auch mal, wenn die Temperaturen nicht so hoch sind und ich einfach nur einen kleinen Seelentröster brauche. Das Funktioniert übrigens fast immer.

Wasser mit Geschmack
Erfrischendes Wasser bei großer HitzeIch trinke sehr gerne Wasser, aber bei so großer Hitze ist es mir nicht erfrischend genug. Kaltes Wasser vermeide ich dann nämlich und lauwarmes ist … na ja, Ihr wisst schon, lauwarm eben.
Deshalb kaufe ich auf dem Flohmarkt am Aachener Platz oder beim türkischen Lebensmittelhändler um die Ecke einen Bund Minze (kostet meist etwa 99 Cent), wasche ein paar Stängel und gebe sie in eine Karaffe. Dann gieße ich Wasser dazu und lasse alles eine Weile stehen. Später gebe ich entweder noch etwas kaltes Wasser oder ein paar Eiswürfel hinzu. Um eine noch frischere Note zu erhalten, schneide ich manchmal die Schale von einer halben Zitrone, teile sie in vier oder mehr Stücke und lege sie in die Karaffe. Wem das noch zu „wässrig“ ist: mit Säften – ich nehme meist ein kleines Schlückchen  Holunder-Apfel- oder Rhabarber-Saft von van Nahmen – kann man das Wasser zusätzlich noch etwas aufpeppen.

 

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