Spreewald – Im Land der Mücken und Gurken

Mücken und Gurken? Ich rede natürlich vom Spreewald. Doch dort es gibt mehr als Mücken und Gurken – und damit meine ich nicht die „Highlights“, die Rainald Grebe in seinem großartigen Stück „Brandenburg“ beschreibt. Nach zwei Wochen Herbsturlaub im Spreewald gebe ich dennoch zu: Eine Woche ist ausreichend, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Spreewaldes zu sehen.

Deshalb hier kurz einige Empfehlungen für den Spreewaldurlaub:

Freilandmuseum in Lehde: Ein sehr schnuckeliges Spreewalddorf. Allerdings ist es vor allem in der Hochsaison ein absoluter Anziehungspunkt für Touristen. Man kann kaum einen Schritt gehen, ohne jemandem wortwörtlich auf die Füße zu treten – oder über einen Rollator zu stolpern. Für die Kahnfahrten gilt das gleiche. Dafür finden sich viele Plätze, um mehr oder minder gemütlich Kaffee und Kuchen zu trinken. Passend zum Zielpublikum. www.spreewald-lehde.de

Burg: Auch hier handelt es sich um ein putziges Dorf, aber vor allem bei dem Hafen um leider wiederum um einen sehr umkämpften Anziehungspunkt für Touristen handelt. Ich habe ein Bild gesehen, auf dem sich schätzungsweise 90% aller Rentner aus mindestens acht Bundesländern auf einer Brücke drängen. Einen Besuch wert – vor allem mit Kindern – ist aber sicher das Bahnhof-Restaurant, in dem Bestellungen von Zügen abgeholt und die Getränke von ihnen an die Plätze gefahren werden. www.burg-spreewald-tourismus.de

Slawenburg Raddusch: Mal eine etwas andere Burganlage, aber vermutlich nur etwas für Geschichtsinteressierte oder für die, die ihre Zeit sonst nicht anders totzuschlagen wissen. www.slawenburg-raddusch.de

Babben Bier: Eines der leckersten Biere, das ich jemals getrunken habe, gibt es in Lübbenau, in der kleinsten Brauerei Brandenburgs. In der gemütlichen, winzigen Stube der Babben Brauerei können Gäste die verschiedenen Sorten probieren und dazu einen kleinen Imbiss einnehmen. Eine absolute Empfehlung! www.babben-bier.de

Braumanufaktur: Ebenfalls sehr gutes Bier bietet die Braumanufaktur in Potsdam, auch wenn sie nicht mehr im Spreewald gelegen ist. Das Bio-Bier im Forsthaus Templin ist definitiv den Abstecher wert. Und ich werde auch hier hoffentlich nicht das letzte Mal ein Bier genossen haben. www.braumanufaktur.de

Tropical Island: Für die kalten, verregneten Tage eine gute Alternative (die Spreewald-Therme in Burg habe ich leider nicht getestet: www.spreewald-therme.de) und schon durch ihre Ausmaße sowie die ungewöhnliche Örtlichkeit sehr beeindruckend ist das in einer ehemaligen Zeppelinhalle untergebrachte Erlebnisbad Tropical Islands. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber wir haben es wirklich geschafft, ein ruhigeres Plätzchen zu finden. Und die spannenden Übernachtungsmöglichkeiten, vor allem die Zelte, würde ich gerne zumindest einmal für eine Nacht testen. www.tropical-islands.de

 Cottbus und Fürst Pückler-Park: Eine überraschend nette Innenstadt und ein wundervolles Parkgelände bietet Cottbus. Fürst Pückler-Park und -Schloss laden zum Entdecken und Spazierengehen ein und sind absolut einen Besuch wert. Im Cavalierhaus  Branitz kann man sich nach einem Spaziergang im Park zum Beispiel mit einer hervorragenden Soljanka stärken, gemütlich eine Berliner Weiße oder einen Kaffee trinken und selbstverständlich gibt es dort auch das berühmte Fürst-Pückler-Eis. www.pueckler-museum.de und www.cavalierhaus.de

Kornspeicher: Im historischen Kornspeicher in Straupitz ist nicht nur ein sehr nettes Heimatmuseum untergebracht, sondern auch ein puppenstubenartiges Café. Außerdem bietet dort eine kleine Töpferwerkstatt Waren und Kurse an. www.kornspeicher-straupitz.de

Holländermühle: Die Holländermühle in Straupitz ist die letzte Windmühle Europas mit drei produzierenden Müllereigewerken – Mahlmühle, Ölmühle, Sägemühle – unter einem Dach. Im Mühlencafé können Gerichte mit Leinöl probiert oder Windmühlenbrote aus in der Mühle gemahlenem Roggenbackschrot gekauft werden. www.windmuehle-straupitz.de

Radtour: Ein Muss beim Spreewaldbesuch ist natürlich eine Radtour. Eine schöne, vor allem wenn man mittendrin einsteigt, auch nicht zu anspruchsvolle Tour ist beispielsweise eine Tour, die an dem sehr guten Bio-Imbiss „Oxenschänke“ mitten im Reservat Spreeaue vorbeiführt (Babben Bier gibt es hier auch!). Weitere Tourenvorschläge bietet beispielsweise diese Seite: www.spreeradweg.de

DDR-Museum: Für die Einen eine Reise in ihre Vergangenheit, für die Anderen eine Reise in eine andere Welt: Das DDR-Museum in Burg gibt Einblicke in den Alltag der DDR-Bürger und zeigt Ausstellungsstücke der sozialistischen Propaganda-Maschinerie. Sehr interessant. DDR-Museum

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